Tikka T3x Tac A1 – Kurzbericht

Während der weiteren Erprobung meines Schwedenmausers auf einer Distanz von 300m bot sich mir die Gelegenheit, die Tikka T3x Tac A1 mit 20“-Lauf im Kaliber 6,5mm Creedmore zu schießen. Ausgerüstet war es mit dem neuen Zielfernrohr Kahles 525i. Ein Schützenkollege hat es mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt und hier sind meine kurzen Eindrücke:

Tikka T3x Tac A1_02

 

Für einen Kaufpreis von 2300 Euro hat die T3x Tac A1 natürlich alle Annehmlichkeiten, die ein modernes Präzisionsgewehr heutzutage hat. Dazu gehören höhen- und längenverstellbare Schaftkappe (letzteres durch zwei mitgelieferte „Spacer“, siehe Bild), eine höhenverstellbare Schaftbacke, einen Klappschaft und natürlich einen Vorderschaft, an dem mittels M-Lok-System allerhand Zubehör montiert werden kann. Eine Mündungsbremse darf natürlich auch nicht fehlen, die ist übrigens recht wirksam!

Tikka T3x Tac A1_03      Kahles 525i_01

 

 

 

Tikka T3x Tac A1_04

 

Was mir bei dem Gewehr besonders positiv aufgefallen ist, ist der tolle Abzug, den die Tikka bereits ab Werk besitzt. Der Druckpunkt wurde nach nur geringem Weg erreicht und konnte leicht überwunden werden. Ein sehr gutes Abzugsgefühl, daran gab es nichts auszusetzen. Vielleicht wurde anhand der Bilder bereits bemerkt, dass das Gewehr in einer Konfiguration für Linksschützen bestellt wurde. Mich freut es immer, wenn ein Hersteller auch solche Varianten im Angebot hat! Als Rechtsschütze habe ich den Kammerstengel dann auch mit der linken Hand bedienen müssen und hier ist mir erst mal aufgefallen, wie leichtgängig und gut geführt der Verschluss zu bedienen ist – saubere Arbeit, Tikka! Im Übrigen benötigt man kaum Kraft, um die leeren Hülsen richtig weit auszuwerfen – für Wiederlader ist hier Fingerspitzengefühl angesagt…

Die Präzision war auf 100m einfach hervorragend. Hier zwei 5-Schuss-Gruppen, die vom Besitzer sitzend aufgelegt mit Zweibein und Sandsack geschossen wurden. Verwendet wurde dazu übrigens Hornady-Fabrikmunition vom Typ „ELD Match“ mit einem Geschossgewicht von 140gr.

 

 

Mein Ergebnis auf 100m sah ähnlich aus, davon habe ich aber leider kein Bild zur Verfügung.

Weitere Ergebnisse auf eine Entfernung von 300m liegend aufgelegt mit Zweibein und Sandsack. Die „10“ besitzt einen Durchmesser von 100m, die Mouche einen von 50mm.

Vom Besitzer (es wurde absichtlich tiefer angehalten):

Tikka T3x Tac A1_05

 

Von meiner Wenigkeit (Haltepunkt Mitte-Mitte):

Tikka T3x Tac A1_06

 

 

 

 

 

 

 

Das hervorragende und mit 2700 Euro leider auch recht teure Zielfernrohr 525i von Kahles leistet sicherlich einen wesentlichen Beitrag zu den tollen Schussgruppen. An dem ZF hat mich besonders das filigrane und auch vielseitige Absehen beeindruckt, es bietet dem Schützen eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Waffe durch die zahlreichen Anhaltspunkte optimal auszurichten. Montiert war es auf einer Blockmontage von Era-Tac mit -20 MOA Vorneigung.

Kahles 525i_02

Kahles 525i_03

Wer mehr über die Tikka T3x Tac A1 lesen möchte, dem empfehle ich diesen verlinkten Artikel von all4shooters.de.

Tikka T3x Tac A1_01

 

 

Hera Arms The 15th SRB 16,75″

Hera Arms The 15th SRB 03

 

Mein AR-15 mit 18“-Upper von Hera Arms hat mir bisher treue Dienste geleistet, sehr gute Schussgrupen auf 100m, gute Schussgruppen auf 300m geliefert und darüber hinaus in der bisherigen Konfiguration auch noch reproduzierbar Treffer auf Schussweiten bis einschließlich 700m ermöglicht. Aber ein wenig Abwechslung kann ja bekanntlich nicht schaden und wegen der durchweg positiven Erfahrungen, die ich bisher mit meinem AR-15 von Hera Arms gemacht habe, wurde nun noch ein zusätzliches Upper bei diesem Hersteller geordert. Ausschlag gebend war das hohe Gewicht des 18“-Uppers mit Bull-Barrel, das im knienden und stehenden Anschlag nicht leicht zu beherrschen war. So sollte es diesmal eine wahre Leichtversion werden, die später vielleicht sogar für dynamische Disziplinen herhalten sollte.

Neue Konfiguration

Die eine oder andere Hürde auf dem Weg zum neuen Upper galt es aber noch zu nehmen: Da war zum einen die Auswahl des Laufes, Hera hat ja deren viele im Programm. Die kurzen Läufe sind ja hierzulande den Jägern vorbehalten, einen längeren in 18“ habe ich bereits selbst und noch längere Varianten wären am Ziel – auf Fertigkeit zu trainieren oder dynamisch zu schießen – wieder vorbei geschossen. 16,75“ also: Diesmal war ich konsequent und habe das leichteste verfügbare Laufprofil gewählt, den SPB Gen.1. Passend dazu wollte ich einen Mündungsfeuerdämpfer, damit die Standnachbarn auch gleich was davon haben, die Wahl fiel auf den Hera CC. Leichtbau wurde bei der Wahl des Handschutzes auch wieder beherzigt und so sollte es der IRS-Keymod-Vorderschaft sein. Bei der Auswahl dessen Länge hat mich Hera Arms direkt beraten und mir mitgeteilt, dass der 12“-Handschutz gerade noch den Gasblock abdecken wird. Da ich mich nicht damit anfreunden konnte, dass dieser i.V.m. einem 9“-Handschutz (dann keine Keymod-Version mehr) noch vorne heraus schauen würde, legte ich die Länge dann auf 12“ fest. Am Ende der telefonischen Beratung war klar, dass ich mit den gewählten Komponenten das Upper des SRB´s mit einstellbarem Gasblock getroffen habe – die Hera Artikelnummer wurde notiert und mein Waffenhändler Spartac umgehend wegen einer Bestellung informiert.

Hera bietet das SRB auf seinen Katalogseiten übrigens so an:

Hera Arms Katalog 2016 SRB

 

Die Antwort meines Händlers war aber etwas ernüchternd: Die gewünschte Farbe FDE wird von Hera Arms nur noch für Komplettsysteme angeboten! In schwarz wäre die Konfiguration somit kein Problem gewesen. Na toll! Das Projekt habe ich schon platzen sehen – was will ich zum Teufel mit einem schwarzen Upper auf einem Lower in FDE? Und nochmal ´ne Komplettwaffe beantragen? Nee, kein Bock auf den Papierkrieg…

Mir hat´s jedenfalls keine Ruhe gelassen und so habe ich nochmals persönlich bei der Waffenschmiede angerufen. Während Hera Arms mir gegenüber die Verkaufsstrategie aber nochmal bekräftigte, hat sich am Ende des Gesprächs dann doch heraus gestellt, dass noch genau ein 12“ IRS-Keymod-Vorderschaft und noch genau ein HUS-Gehäuse in FDE auf Lager sind – Schwein gehabt, genau die Teile, die ich brauche!!! Die Firma hat sich schließlich bereit erklärt, für mich das Lager zu räumen und so bin ich wohl an das letzte einzelne Upper in der Farbe FDE gekommen. Die vorausgesagte Lieferzeit von ca. 20 Wochen hat zwar nochmal etwas weh getan, aber immerhin ging es weiter, wie ich es mir vorgestellt habe.

Die Wartezeit wurde genutzt, um für das noch vorhandene Zielfernrohr UTG SWAT 3-12×44 etwas höhere Montageringe (22mm) zu besorgen und diese zu lackieren. 8 Wochen später dann die erfreuliche Nachricht: Die Lieferung zum Händler wurde angekündigt und einige Tage später hatte ich dann das neue Upper zu hause. Das Gewicht war deutlich geringer als das des bisherigen Uppers, eine wahre Freude!

Die Komponenten meines Uppers sind:

  • HUS-Gehäuse in FDE
  • 12“ IRS Keymod-Vorderschaft in FDE
  • 16,75“-Lauf, Typ SPB Gen. I
  • Mündungsfeuerdämpfer Hera CC
  • Duralloy Bolt Carrier Group
  • VLTOR BMC Gunfighter Ladehebel „Large“
  • 2 Sets Montageschienen für IRS-Keymod-Vorderschaft in FDE

Preis für die obige Konfiguration inkl. Versand: 1740 Euro – aktuelle Preise sind bitte bei Spartac anzufragen!

Weiteres Zubehör:

Einstellen des AGS-Gasblocks

Nach der Montage des alten ZFs ging es dann sogleich auf den Schießstand, um den Lauf glatt zu schießen und den stufenlos regulierbaren AGS-Gasblock einzustellen. Ein solcher Gasblock hat den Vorteil, dass der Schütze die Menge des rückgeführten Gases auf den Verschlussträger auf ein notwendiges Minimum herunter regulieren kann. Nicht nur bei Wiederladern kann die Waffe so optimal auf die Patrone abgestimmt werden.

 

Hera Arms The 15th SRB AGS Gasblock

 

Für das Einstellen geht man folgendermaßen vor: In der Stirnseite des AGS-Gasblocks befindet sich im oberen Bereich parallel zum Lauf eine kleine Konter-Madenschraube, die mit Hilfe eines 2er Inbusschlüssels komplett herausgedreht wird. Um sie zu finden, schaut ihr von vorne – bestenfalls bei entladenem Gewehr – direkt auf den Gasblock. Dahinter befindet sich koaxial die eigentliche Einstellschraube, für die der gleiche Inbusschlüssel benutzt wird. Das Hineindrehen dieser Einstellschraube bewirkt, dass die Gaszufuhr auf den Verschlussträger gedrosselt wird. Dreht man sie ganz hinein, wird das semi-automatische Nachladen komplett unterbunden. Ab ca. zwei Umdrehungen aus der komplett hinein gedrehten Position heraus, beginnt das System wieder selbsttätig nachzuladen – die Arbeit ist aber keineswegs schon getan: Für die korrekte Einstellung des Gasblocks sollte ein mit stets nur einer Patrone geladenes Magazin zugeführt werden. Die Einstellschraube wird dann nach jedem Schuss mit etwa einer viertel Umdrehung so lange nachjustiert, bis der Verschluss sicher in seiner hintersten Stellung gefangen wird. Hat man diese Einstellung gefunden, sollte die Schraube dann noch einen Ticken weiter gedreht werden, um zu verhindern, dass das System versehentlich grenzwertig eingestellt wird. Anschließend ist die Konter-Madenschraube wieder hinein zu drehen und der Vorgang ist abgeschlossen.

Enges Patronenlager

An dieser Stelle hätte ich gerne das ZF eingeschossen und einige Schussbilder präsentiert, aber ich musste mich noch weiter in Geduld üben. Schuld daran war die Wahl meines Matrizensatzes für meine Mehrstationenpresse XL650 von Dillon. Diesen hätte ich besser in der für Selbstladegewehre empfohlenen Version „Small Base“ gekauft. Eine solche Matrizenversion kalibriert die Hülsen im unteren Toleranzbereich nach SAAMI (weil fast durchweg amerikanische Hersteller), wobei die Schulter etwas zurück gesetzt und deren naher Hülsendurchmesser enger kalibriert wird, damit eine stets einwandfreie Funktion in halbautomatischen Gewehren gewährleistet ist. Das war bei mir und dem neuen Upper leider auffallend oft nicht der Fall und zwar nur in Situationen, in denen der Verschluss mit neuer Patrone wieder nach vorne schnellte. Hier kam es häufig dazu, dass der Verschluss ganz knapp seine vordere Endposition nicht erreichte und eine Schussabgabe dadurch nicht möglich war. Mit Fabrikmunition gab es hingegen überhaupt keine Probleme!

Das war eigentlich ziemlich blauäugig von mir, diesen AR-Matrizensatz nicht zu kaufen aber die mittlerweile knapp 2500 wiedergeladenen Patronen, die problemlos vom 18“-Upper akzeptiert wurden, haben auch nie einen Anlass gegeben, daran etwas zu ändern.

Aufschluss über die Ursache der Fehlladungen lieferte eine mit Edding bemalte Patrone, die nach dem Fehlladen und mühsamen Entladen im 16“-Upper deutliche Kratzspuren im Bereich der Hülsenschulter aufwies. Die Lösung war klar: Der AR-Matrizensatz musste her!

Matrizensatz .223 Rem, Small Base

Vier Tage später hatte ich dann den Matrizensatz, ich habe mich für die Artikelnummer 11107 von RCBS entschieden. Dieser Satz besteht aus einer Vollkalibriermatrize mit Ausstosser für Zündhütchen und einer dazu passenden Tapercrimp-Matrize mit integriertem Geschosssetzer. Letztere hab´ ich in der Kombi so noch nicht gesehen – geil! Fertig geladene Patronen haben aber trotzdem noch für Zuführstörungen gesorgt und ein manuelles Entladen war ohne Schläge auf die Kolbenplatte immer noch nicht möglich. Was für ´ne Enttäuschung…

Ein Anruf bei Hera Arms hat mir leider auch nicht weiter geholfen, obwohl man sich dort wirklich lange mit mir unterhalten und alle Möglichkeiten ausgelotet hat. Schließlich hätte es noch eine Oberflächengüte des Patronenlagers im oberen Toleranzbereich sein können. Wir sind so verblieben, dass ich einfach mal 100-150 Schuss durchbringe und dann schaue, ob sich das System eingelaufen hat. Falls nicht, würde man – für mich kostenlos – für Transport und Nacharbeit aufkommen. Was will man als Kunde mehr? Ich hab´ mich zumindest sehr gut betreut gefühlt!

Aber es sollte ganz anders kommen. Ich hatte vorher schon mal im Internet gestöbert und eine Sache aufgeschnappt, die mein letzter Strohhalm sein sollte: In einem Forum wurde berichtet, dass es manchmal notwendig ist, den Hülsenhalter nachzuarbeiten, weil die Hülse gar nicht mit der vollen Länge in die Kalibriermatrize eintauchen kann. Mehr als die Matrize im oberen Totpunkt der Presse bis auf den Hülsenhalter zu schrauben, geht ja auch erst mal nicht. Soll die Hülse weiter hinein, so bleibt nur noch die Möglichkeit, den Hülsenhalter an der oberen Fläche abzudrehen. Für Ein-Stationenpressen machbar, für die Dillon XL650 schon etwas aufwändig. Statt also an allen 5 Stationen meiner Hülsenaufnahmeplatte tiefer zu fräsen, wurde stattdessen die untere Fläche der Vollkalibriermatrize um 3/10mm abgedreht. Seitdem werden die Hülsenschultern zuverlässig zurück gesetzt und mit einem Durchmesser von 8,95mm brauchbar kalibriert! Das manuelle Entladen geht seitdem butterweich und Zuführstörungen sind seitdem auch nicht mehr aufgetreten. Kleine Ursache, große Wirkung.

SRB 16,75″

Zurück zur Knarre. Endlich…

Die Komponenten des Lowers habe ich ja im ersten Artikel zur Komplettwaffe eingehend beschrieben. Wesentlicher Unterschied zwischen altem und neuem Upper ist hingegen das Gewicht, das im geänderten Lauf und Vorderschaft begründet ist. Die Gewichtsreduktion vom 18“-Upper mit 4,2 kg (inkl. allen Anbauteilen) zu neuem Upper mit 2,6 kg (inkl. allen Anbauteilen) ist deutlich spürbar und verleiht im knienden und stehenden Anschlag einen großen Vorteil (Gesamtgewicht: 5,5 kg zu 3,9 kg, jeweils ohne Magazin). Den Nachteil der fehlenden Massedämpfung gleicht der stufenlos einstellbare AGS-Gasblock gut aus, den Rückstossimpuls habe ich zu keiner Zeit als unangenehm, geschweige denn größer als beim 18“-Upper empfunden.

Der Kompensator arbeitet übrigens sehr effektiv, Schall- und Gasdruck zu beiden Seiten hin sind nicht unerheblich und an einer Wand stehend auf Dauer sogar unangenehm.

 

 

Nach 136 Schuss ist der Bolt Carrier mit AGS Gasblock wesentlich weniger verdreckt, als ohne:

Hera Arms hat in Sachen gewichtsoptimiertem Lauf zudem ganze Arbeit geleistet und erfreut den Käufer mit der Aussicht auf solche Schussbilder:

Geschossen wurden diese 10-Schuss-Gruppen auf eine Distanz von 100m sitzend aufgelegt mit Sandsack am Hinterschaft und Zielfernrohr SWAT Compact 3-12×44 von UTG. Die Ladedaten wurden für das neue Upper nicht verändert:

Achtung, es wird keine Garantie für die Richtigkeit der Ladedaten übernommen !

Wiederlader handeln auf eigenes Risiko !

  • Hülse: Lapua Match, Kailber .223 Rem
  • Zündhütchen: Federal Ammunition FA 205
  • Pulver: LOVEX S060
  • Menge: 23,5 gr.
  • Geschoss: Hornady #2267, 55gr.
  • OAL: 56,6mm
  • Crimp: Taper-Crimp, ca. 1mm ab Hülsenmund

 

 

 

Savage Arms 10 BA

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An dieser Stelle möchte ich meine Repetierbüchse von Savage Arms vorstellen, es handelt sich dabei um das Modell 10 BA in der Ausführung „LE“ (Law Enforcement).

Bisher habe ich die eine oder andere Langwaffe probehalber geschossen und festgestellt, dass ich mit herkömmlichen Schaftgriffen schlecht zurechtkomme, sodass definitiv ein Pistolengriff an der gewünschten Langwaffe vorhanden sein musste. Das war in meinem Fall das ausschlaggebende Kriterium und so habe ich angefangen, Infos zu sämtlichen Präzisionsgewehren dieser Bauart von allen möglichen Herstellern zu sammeln, um anschließend eine Entscheidung treffen zu können.

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Die Frage des Kalibers kam gleich an zweiter Stelle und hier habe ich eine Entscheidung aus Vernunft getroffen und .308 Win. gewählt. Da ich die Waffe sowieso für sportliche Zwecke haben wollte, wären höchstens noch die Kaliber .300 Win. Mag. oder .338 Lapua Mag. in Frage gekommen. Im Verein bin ich aber sowieso auf eine Distanz von maximal 300m beschränkt (und darüber würde sich so mancher schon wahnsinnig freuen!) und in diesem Zusammenhang stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit stärkerer Kaliber, wenn sich das Projektil ohnehin erst nach einer gewissen Flugdistanz zu stabilisieren beginnt. Zudem ist die Patrone .308 Win. oder deren Komponenten wirtschaftlich noch gut vertretbar. Für das sportliche Schießen und den damit verbundenen Trainingsbedarf (=Munitionskosten) ist .308 Win. meines Erachtens also immer noch vollkommen ausreichend.

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Für den Gesamtpreis der Waffe inklusive ZF habe ich mir damals ein Budget von ca. 4000 Euro gesetzt und meine Wahl getroffen, ohne vorher Probe schießen zu können. Lediglich ein ausführlicher Online-Artikel hat mir eine Vorstellung der zu erwartenden Präzision geliefert. Glücklicherweise bin ich nicht enttäuscht worden …

Die Savage 10 BA besitzt einen frei schwingenden, kannelierten 24“-Lauf mit Mündungsfeuerdämpfer. Dieser nimmt zwar ordentlich was vom Rückstoss weg, aber man muss nach jedem Schuss trotzdem wieder ins Ziel gehen, auch wenn die Waffe mit Zweibein und Sandsack stabilisiert wird.

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Hier muss ich bemerken, dass ich das Gewehr für die BDMP-Disziplin ZG3 verwende und es nicht mehr als unbedingt notwendig berühre – von Festhalten kann also nicht wirklich die Rede sein, das mag vielleicht sogar der Hauptgrund für die „unruhige“ Lage der Waffe beim bzw. nach dem Schuss sein.

Der Vorderschaft besteht komplett aus Aluminium und weist Picatinny-Schienen auf 9-, 12- und 3-Uhr auf. Jene auf 12 Uhr ist mit 460mm auch recht lang, besitzt eine Vorneigung von 20 MOA und eine Auskehlung für den Zielfernrohr-Tubus, sodass man nicht unnötig hohe Riser für das Glas installieren muss.

Korrektur:

Die Savage 10 BA (Kaliber .308 Win.) besitzt leider keine Picatinny-Schiene mit Vorneigung, deshalb habe ich mir später auch eine ERA-TAC Blockmontage zugelegt. Das Modell 110 BA (Kaliber .338 Lapua Magnum) besitzt hingegen eine mit 20 MOA Vorneigung.

Die Länge der Picatinny-Schiene, die die Montageringe aufnimmt, beträgt 165mm, gefolgt von dem nun in der Höhe abgesetzten Bereich mit der Auskehlung von ca. 120mm Länge und schließlich einem 175mm langen Bereich, auf dem die Vorsatzgeräte montiert werden können. Die beiden Picatinny-Schienen auf 9- und 3-Uhr sind mit jeweils 125mm gleich lang.

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Vorne am Alu-Schaft befinden sich gleich drei Riemenbügelösen; eine an der Unterseite des Schafts für die Aufnahme eines Zweibeins und je eine links und rechts für einen Gewehrriemen. Am Schaft montierte Zweibeine haben übrigens eine sehr gute Auflagefläche.

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Der Verschluss ist sehr präzise gearbeitet und verriegelt mit zwei Warzen. Der Kammerstengel ist problemlos zu bedienen und besitzt eine angenehme Riffelung auf dem Kugelgriff. Im offenen Zustand wackelt er allerdings ein wenig. Am Ende der Systemhülse befindet sich auf dessen Oberseite der Schieber für die Abzugssicherung, den hab ich ehrlich gesagt noch nie benutzt.

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Besonders erwähnenswert ist der Abzug, der bei Savage Arms sogenannte „Accu-Trigger“. Er besitzt im geschlitzten Abzugszüngel noch eine Art Sicherungsbügel, der bei Berührung federleicht nach hinten gleitet, bis der Finger komplett auf dem Abzugszüngel aufliegt. Es ist keine Schussabgabe möglich, solange der Sicherungsbügel nicht betätigt ist. Der Schuss bricht absolut glasklar und ich habe das beiliegende Werkzeug zum Verstellen des Abzugsgewichts bis heute nicht benutzen müssen, es ist nach wie vor alles so, wie ab Werk eingestellt. Möchte man aber eine Verstellung vornehmen, so muss dazu das System ausgeschäftet werden – mir war der Aufwand bisher zu hoch, besonders in Anbetracht der Tatsache, dass ich mit der Werkseinstellung sehr zufrieden bin. Es wäre natürlich interessant zu wissen, wo das Abzugsgewicht derzeit liegt, aber leider fehlt mir dazu das Messgerät.

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Im Falle einer Verstellung würde dann das beiliegende Spezialwerkzeug zum Einsatz kommen, um eine Torsionsfeder zu spannen oder zu entspannen. Das eine oder andere Video bei Youtube zeigt diesen Vorgang recht deutlich. Wie auf den Bildern ersichtlich, besitzt der Pistolengriff noch eine Handballenauflage, die sich in der Neigung verstellen oder auch ganz demontieren lässt.

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Kommen wir zum Hinterschaft: Wie es sich für ein Präzisionsgewehr gehört, gibt es eine verstellbare Wangenauflage und Schaftkappe. Die Verstellmöglichkeit ist mehr als ausreichend und z.B. für die Wangenauflage so hoch verstellbar, dass man noch nicht einmal mehr mit dem Putzstock in den Lauf kommt, wenn man es darauf anlegt. Im Lieferumfang enthalten sind zwei verschieden hohe Schaftkappen, womit in Kombination mit der Verstellung derselben eigentlich jede Armlänge abgedeckt werden kann. Die Arretierungen am Schaft sind sehr schwergängig, das garantiert aber auch, dass sich „im Betrieb“ nichts mehr lösen wird. Beim Herumstöbern bei Youtube bin ich übrigens auf eine Variante des Gewehrs gestoßen, bei dem sich an der unteren Ecke des PRS-Schafts eine Kappe lösen ließ. Darunter befand sich eine kurze Picatinny-Schiene zur Aufnahme eines Monopods. Ich bin echt ein wenig neidisch, dass mein Gewehr das nicht hat …

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Alles in allem bin ich mit dem Gewehr und seiner Präzision sehr zufrieden. Die einzigen Nachteile, die ich daran sehe sind der bereits erwähnte Verschluss, der im offenen Zustand etwas wackelt und das hohe Gewicht von 7,6 kg mit ZF und leerem Magazin. Das Gewicht ist natürlich bedingt durch den Aluminiumschaft. Moderne Gewehre weisen heute gerne auch mal Verbundwerkstoffe auf, diese Exklusivität kostet dann aber auch dementsprechend. Die Möglichkeit zur Anbringung eines Monopods wäre auch wünschenswert, das betrifft dann aber eher den Einsatz im Gelände. Der Verwendung eines Sandsacks wird aber etwas mehr an Präzision nachgesagt, sodass sich Sportschützen wohl eher für dieses Accessoire entscheiden dürften.

Verbaut sind an meinem Gewehr folgende Komponenten:

  • Harris-Zweibein vom Typ 1A2-BRM
  • Montageringe von HM, Höhe 12,7mm (wieder demontiert)
  • ZF Sightron SIII 8-32×56 Long Range Target mit Target-Dot-Absehen und 1/8-MOA-Klickverstellung
  • ERA-TAC Blockmontage T2063-0020
Savage 10 BA 12
Savage 10 BA 13
Savage 10 BA 18
Savage 10 BA 19
Savage 10 BA 20

Weiteres Zubehör:

Savage 10 BA Dreibein-Stativ 23

Präzision auf 100m:

Mit den unten stehenden Laborierungsdaten habe ich auf 100m im sitzenden Anschlag Streukreise von 10mm, 13mm und 15mm geschossen. Diese Streukreise entstanden aus 5-Schuss-Gruppen (kaliberbereinigt) mit Zweibein und Sandsack. Hierzu gibt es leider kein Schussbild zu sehen.

Präzision auf 300m (1):

Das unten zu sehende Schussbild entstand auf 300m im liegenden Anschlag mit Zweibein und Sandsack. Es handelt sich um eine elektronische Anlage, die Mouche besitzt einen Durchmesser von 50mm, die “10” einen von 100mm.

Schussbild Savage 10 BA 1
Schussbild Savage 10 BA 2

Präzision auf 300m (2):

Das nächste Schussbild entstand auf 300m im liegenden Anschlag mit Zweibein und Sandsack unter Wettkampfbedingungen (es war mein erster Wettkampf mit einer Langwaffe überhaupt). Im Vergleich zum obigen Schussbild, zeigt es wohl eher die Leistungsgrenze des Schützen, als jene der Waffe. Gereicht hat das Ergebnis für Platz 28 von 65. Der innere helle Kreis besitzt übrigens einen Durchmesser von 30mm, der zweite helle Kreis einen von 60mm.

Schussbild Savage 10 BA 3
Schussbild Savage 10 BA 4

Präzision auf 100-700m:

Im Juni 2015 bot sich mir die Gelegenheit, die Waffe auf bis zu 1400m Distanz zu schießen. Ich bin zurückhaltend gewesen und bin mit der Einstellung an den Start gegangen, bis auf 800m gute Ergebnisse zu erzielen. Das gelang zwar, danach war aber auch Schluss. Nur um keinen falschen Eindruck zu erwecken, ich rede nicht mehr davon, Ringe gezählt zu haben, die Ziele bestanden aus Stahlplatten 50x50cm. Bis 700m Distanz lief alles problemlos und die dortige Stahlplatte wurde etliche Male getroffen. Da mich der Ehrgeiz gepackt hat, wurde mal kurzerhand auf die DIN-A4 große Zielbeschriftung umgeschwenkt: Nach drei Treffern in Folge habe ich dann von Ihr abgelassen. Mein Spotter konnte die Treffer mit seinem Spektiv sogar bestätigen – ich glaube, für ein solches Spektiv muss man aber fast so viel Geld ausgeben, wie mein Gewehr gekostet hat. Geschossen wurde an diesem Tag über alle Distanzen übrigens im Liegen von einer Schießmatte aus mit Zweibein und Sandsack am Hinterschaft.

Präzision auf 800m:

Bei der 800m-Distanz ist das System dann an seine Grenzen gestoßen: Das ZF hatte seinen maximalen Verstellbereich erreicht und ich musste ca. 1,5m über dem Ziel anhalten. Aber: Ich hab´s getroffen!!! Das Gewehr selbst oder die Munition hätten mit Sicherheit noch eine weitere Distanz zugelassen. Die Munition hatte übrigens die unten stehenden Ladedaten.

Mein Fazit: Da ich mit meinem ZF bisher ganz zufrieden war, jedoch auch jenseits der 800m noch treffen will ohne mich in weitere hohe Kosten zu stürzen, werde ich mir eine ERA-TAC-Blockmontage der Firma Recknagel zulegen, die eine einstellbare Vorneigung zwischen 0 und 70 MOA zulässt. Wenn das System erweitert ist und weitere Ergebnisse vorliegen, werde ich darüber berichten.

Mittlerweile ist die Blockmontage montiert. Da das speziell bei der Savage 10 BA nicht ganz so einfach war, gibt es hier einen Bericht dazu. Das zusätzliche Gewicht hat schwingungstechnisch zum Glück keine Auswirkungen auf die Präzision der Waffe gehabt, die Streukreise sind nach ca. 1600 Schuss noch genauso eng wie eh und je.

Ladedaten:

Achtung, es wird keine Garantie für die Richtigkeit der Ladedaten übernommen !

Wiederlader handeln auf eigenes Risiko !

  • Hülse: Lapua Match, Kailber .308 Win
  • Zündhütchen: Federal Ammunition FA 210
  • Pulver: LOVEX S060 (ist ein einbasiges Pulver)
  • Menge: 39,3 gr.
  • Geschoss: Sierra Matchking HPBT #2200, 168gr.
  • OAL: 71,7mm
  • Crimp: keiner

Dazu ein kleiner Tipp:

Ich bin dazu übergegangen, die Sierra-Geschosse aus Kostengründen gegen Nosler BTHP 168gr.-Geschosse (Artikel-Nr. 65934, 1000er Packung) zu ersetzen. Auf den 100m- und 300m-Bahnen hat sich gezeigt, dass absolut keine Korrekturen am Zielfernrohr notwendig sind, wenn zu Munition mit diesen Geschossen gewechselt wird. Ein Kollege mit einer ballistischen Software hat mich darin noch bestätigt: Die ballistischen Koeffizienten beider Geschosse haben sich in ihrem Literaturwert erst in der dritten Nachkommastelle unterschieden. Ein leichter geometrischer Unterschied besteht allerdings, den bemerke ich aber nur beim Laden der Patronen: Die Geschoss-Setzmatrize muss ich beim Wechsel von Sierra- zu Nosler-Geschossen um einige zehntel Millimeter niedriger schrauben um die OAL zu halten.

Während für die 1000er-Packung Sierra bisher rund 320 Euro fällig waren, bekomme ich dieselbe Menge Nosler-Geschosse für 204 Euro.

Nachtrag Oktober 2016:

Für einen weiteren Besuch eines Truppenübungsplatzes habe ich eine Laborierung mit einem 200 Grain HPBT-Geschoss entwickelt, die genauen Ladedaten können hier nachgelesen werden. Die dort ermittelten Klickwerte für die Laborierungen mit 168- und 200-Grain-Geschossen können in meinen Drop-Charts im Bereich Downloads nachgelesen werden.

Zielfernrohr UTG SWAT 3-12×44 Compact

Ich hab mich ´ne Zeit lang dagegen gewehrt, ein ZF auf das AR zu montieren und wollte stattdessen eher an meinem EOTech 512 festhalten, bis ich die Möglichkeit erhielt, Tim´s Glas einfach mal auszuprobieren und die Präzision meines AR-15 zu testen. Das Resultat hat mir derart gut gefallen, dass ich auch eines haben wollte – nur sollte es nicht so viel kosten wie sein Leupold. Und ich hab mich auf das besonnen, was ich ursprünglich wollte: Schießen auf 50 und 100m und auf diese relativ geringen Entfernungen sollten es auch preiswertere Gläser tun. Letzten Endes habe ich Amazon genutzt, um ein Zielfernrohr zu finden, das mich preislich angesprochen und gute Bewertungen erhalten hat: Das SWAT 3-12×44 Compact von UTG mit 1/4 MOA Klickverstellung.

UTG SWAT 3-12x44 Left

Die Gegenprobe auf der amerikanischen Seite ergab über 500 Bewertungen, davon 65% mit 5 von 5 Sternen. Gekauft. Ich war sehr gespannt auf das Glas und bin positiv überrascht worden: Zwei Türme für die Höhen- und Seitenverstellung (mit der Möglichkeit zu Nullen), sowie einer für die Parallaxe sind vorhanden. Der Turm für die Parallaxe weist eine stufenlose Verstellung mit einer Skala in Yards auf. Die dort vorhandenen Markierungen sind 25, 35, 50, 100, 200, 500 Yards und unendlich. Verstellt man die Dioptrien und die Vergrößerung, bleibt der Augenabstand gleich. Mit im Lieferumfang enthalten sind zwei Flip-Caps sowie zwei Montageringe. Letztere finde ich optisch ganz ansprechend, weil sie durch die gefräste Nut auf der Oberseite nicht so langweilig wie manch andere günstige Montagen aussehen – und günstig sind diese auch, da wollen wir uns mal nichts vormachen.Die Flip-Caps wird man auf meinen Bildern nicht finden. Ich habe diese zwar auch lackiert, allerdings sitzen sie so stramm auf dem ZF-Tubus, dass ich befürchtet habe, dort die Farbe abzukratzen, wenn ich sie mal runternehmen will.

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Positiv ist die innen an den Montageringen aufgeklebte Schutzfolie – sie hilft, den ZF-Tubus vor Kratzern oder Abdrücken zu schützen. Richtig praktisch ist auch die Möglichkeit, einen der beiden im Lieferumfang enthaltenen Inbus-Schlüssel in eine Durchgangsbohrung an der Flügelmutter für die Schienenklemmung stecken zu können. So lässt sich schonend für die Finger eine hohe Klemmwirkung auf der Picatinny-Schiene erreichen.

UTG SWAT 3-12x44 Right

Das Absehen ist ein Mil-Dot-Absehen, das für meinen Geschmack ruhig etwas dünner in den Strichstärken hätte ausfallen können. Aber das liegt sicherlich daran, dass ich bisher etwas Anderes von meinem Sightron SIII-ZF mit Target-Dot-Absehen gewohnt bin.

UTG SWAT 3-12x44 Reticle

Das Absehen kann auf Knopfdruck beleuchtet werden und wer hier nicht seine Lieblingsfarbe findet, dem ist nicht mehr zu helfen. Ich bin zwar kein Freund von rot, grün als zweite Farbe hätte vollkommen ausgereicht – aber gleich 36 an der Zahl, das nenne ich Spielerei. Der zugehörige Chip sitzt oben auf dem ZF-Tubus unterhalb der Druckknöpfe für die Schnellwahl Rotes Absehen („R“) oder Grünes Absehen („G“). auf dem gleichen Dom befindet sich das Batteriefach, das mit einem O-Ring unterhalb des Schraubdeckels abgedichtet ist. Für den Betrieb des Leuchtabsehens wird eine Knopfbatterie vom Typ CR 2032 benötigt, zwei davon befinden sich beim Kauf im Lieferumfang. Die Einstellung der letzten gewählten Farbe wird beim Ausschalten gespeichert.

UTG SWAT 3-12x44 Top

Hier ist eine kurze Anleitung zur Bedienung des Glases:

  1. Leuchtabsehen ist ausgeschaltet.
  2. Drücken des Knopfes „R“ („G“) schaltet das Leuchtabsehen in der Farbe rot (grün) ein.
  3. Nochmaliges Drücken des Knopfes „R“ („G“) verändert die Intensität des Leuchtabsehen hin zu einem schwächeren Leuchten in der entsprechenden Farbe rot oder grün (Stufe 6 = AUS).
  4. Drücken und Halten des Knopfes „R“ („G“) für min. 1 Sekunde schaltet das Leuchtabsehen aus.
  5. Das Leuchtabsehen schaltet sich nach einer Stunde Inaktivität aus.

Multi-Color:

  1. Leuchtabsehen ist ausgeschaltet.
  2. Drücken des Knopfes „R“ („G“) schaltet das Leuchtabsehen in der Farbe rot (grün) ein.
  3. Gleichzeitiges Drücken des Knopfes „R“ und „G“ für ca. 1 Sekunde wechselt in den Multi-Color-Modus.
  4. Die Auswahl der Farbe folgt nun folgendem Schema:
  5. UTG SWAT 3-12x44 Farbtabelle
  6. Pro Tastendruck auf den „G“-Knopf werden nun die Spalten von links nach rechts geschaltet, z.B. von Magenta-Blue zu Thistle-Skyblue.
  7. Pro Tastendruck auf den „R“-Knopf werden schließlich die Zeilen von oben nach unten geschaltet.
  8. Überspringt man versehentlich eine Spalte oder Zeile, muss „durchgeschaltet“ werden.
  9. Gleichzeitiges Drücken des Knopfes „R“ und „G“ wechselt zurück in den Rot-Grün-Modus.
  10. Die letzte Multi-Color-Einstellung bleibt beim Wechsel zum Rot-Grün-Modus erhalten, auch wenn der Chip für den Umschaltvorgang nochmal kurzzeitig zur nächsten Farbe in der Zeile oder Spalte wechselt.
  11. Drücken und Halten des Knopfes „R“ („G“) für min. 1 Sekunde schaltet das Leuchtabsehen aus.
  12. Das Leuchtabsehen schaltet sich nach einer Stunde Inaktivität aus.
  13. Auch im Multi-Color-Modus kann das Leuchtabsehen jederzeit durch Drücken der Taste „R“ oder „G“ ausgeschaltet werden, je nach Tastendruck ändert sich auch hier nochmal kurzzeitig die Farbe, die ursprünglich eingestellte Farbe bleibt aber abermals erhalten.
  14. Beim nächsten Einschaltvorgang befindet man sich wieder in dem Modus mit der zuletzt gewählten Farbe, in dem man das Leuchtabsehen ausgeschaltet hat. Zum Ausschalten des Absehens aus dem Multi-Color-Modus ist der Schritt 9 also nicht unbedingt notwendig.

So, jetzt könnt Ihr vielleicht nachvollziehen, warum zwei Farben eigentlich reichen …

Nun zu den Schwachpunkten des Glases: Bei niedriger Vergrößerung habe ich eine Unschärfe am Rand festgestellt und das Leuchtabsehen macht seinem Namen bei Dämmerung alle Ehre: Es wird nämlich ordentlich Licht erzeugt und zwar so viel, dass ich hinein blickend schon die Gewindegänge für die Sonnenblende (übrigens nicht im Lieferumfang enthalten) sehen konnte. Dennoch erkennt man alles wunderbar, man wird keinesfalls geblendet! Unglücklich ist auch, dass nach einer gewissen Verstellung die Graduierung auf dem Höhen- und Seitenturm leider nicht mehr zum Rastpunkt der Klickverstellung pass. Alles in allem ist das Zielfernrohr für den Preis von ca. 180 Euro aber eine gute Wahl, besonders im Hinblick auf das mitgelieferte Zubehör. Ein Schussbild damit findet Ihr weiter unten oder in meinem Beitrag zum AR-15 von HERA Arms. Geschossen wurde sowohl auf 100m, als auch auf 300m mit einem AR-15 mit 18“-Match-Lauf, Zweibein, Sandsack und natürlich dem ZF von UTG auf 12-facher Vergrößerung.

100m mit 55gr.-Geschossen in .223 Rem.:

Schussbild HERA Arms the 15th

300m mit 68gr.-Geschossen in .223 Rem.:

Schussbild HERA Arms the 15th_3

Noch einige Tipps zum Lackieren:

Als Farbe habe ich mir RAL 7006 in eine Spraydose füllen lassen. Elektrisches Isolierband ist gut zum Abkleben geeignet, weil es sich nicht mit nasser Farbe vollsaugt. Ein Skalpell oder eine scharfe Klinge vom Cuttermesser sollten auch in Reichweite sein, um Farbe ggf. vorsichtig wieder abzukratzen zu können. Dünne Streifen von Isolierband habe ich überall dort aufgeklebt, wo Skalen zu sehen waren. Wenn man bei den Türmen für das Fadenkreuz die Klemmschrauben für die Nullpunktverstellungen löst, kann man das Isolierband dort sogar ein Stück weit einschieben und letztendlich wieder mit der Schraube klemmen.

Wer mehr über das gezeigte AR-15 wissen möchte, kann hier weiterlesen.