Hera Arms AR-15, Laufwechsel

Hier ist mein Erfahrungsbericht zum Laufwechsel an meinem AR-15 von Hera Arms, der durch entsprechend schlechte Schussbilder notwendig geworden ist. Diese Schussbilder sind nicht erst seit Kurzem so, dass sie mir nicht mehr gefallen haben und trotzdem hat es etwas länger gedauert, bis ich das Thema Laufwechsel überhaupt in Erwägung gezogen habe. Übrigens sind fast alle Schussbilder (damals wie heute) sitzend mit Zweibein und Sandsack am Hinterschaft entstanden, nur in wenigen Fällen habe ich den Sandsack mal probehalber weggelassen.

Rückblick: Schussbild und Laborierung der damaligen Neuwaffe (18“-Lauf, US100)

Gekauft habe ich die Waffe mit dem Upper „US100“, das ist im Wesentlichen der schwarze 18“ Matchlauf von Hera. Die Schussbilder sahen mit der entsprechenden Laborierung damals wie folgt aus:

Für mich kein Grund, irgendwas zu bemängeln…

Hier nochmal die zugehörige Laborierung:

  • Hülse: Lapua Match
  • Pulver: 23,5 gr. Lovex S060
  • Geschoss: Hornady Vollmantel-BT, 55gr.
  • Zünder: Federal Ammunition FA 205
  • OAL: 56,6mm
  • Lauflänge: 18 Zoll

Schussbilder nach 3850 Schuss:

Ich habe fleißig Rohrbuch geführt und kann die Belastung des Laufs daher sehr genau angeben. Wie auf den Bildern zu sehen ist, wurden die Streukreise bei ansonsten gleicher Laborierung mit der Zeit größer. Ich habe daraufhin angefangen, mit anderen Geschosstypen (unter Beibehaltung der OAL und der Pulvermenge) zu experimentieren, die Hinweise nahe der Schussbilder sind „H“ für die alte Laborierung mit 55gr. Hornady VMBT-Geschoss, „M“ für 52gr. Sierra Matchking 1410 HPBT und „G“ für 55gr. Sierra Gameking 1390 HPBT.

Ich habe dazu auch verschiedene Anschlagsarten ausprobiert, sodass ich die Waffe mal mehr und mal weniger in die Schulter gezogen habe – das hat aber auch nichts gebracht, außer der Erkenntnis, dass man die Waffe mit diesem Schaft besser doch in die Schulter zieht. Es gab bei allen Geschosstypen durchaus auch gute Streukreise mit knapp über oder unter 22mm (über die Geschossmitten gemessen), die meisten Streukreise maßen allerdings im Bereich >35mm und viel zu häufig auch um die 45mm bis hin zu 50mm. Im Hinblick auf das, was mal an Streukreisen möglich war, war ich von den Ergebnissen wirklich enttäuscht.

Telefonat mit Hera Arms

Daraufhin habe ich bei Hera Arms angerufen und mich mal erkundigt, was mir als Endverbraucher für Optionen offenstehen. Hera hat sich bereiterklärt, sich der Sache anzunehmen und hat mein Upper durch Overnite für eine Inspektion abholen lassen. Ein Probeschießen und eine Laufinspektion sollten auch erfolgen – das alles bis dahin erstmal kostenlos für mich. Da sich die Firma in den Vorbereitungen für das Steelmatch 2020 befand, hat die Befundung zwar etwas länger gedauert, dafür ging der Laufwechsel ab dem Tag der Entscheidung dafür umso schneller.

Laut Hera Arms konnte man also bereits Abnutzungsspuren im Laufinneren erkennen und das von Hera ermittelte Schussbild wurde für diese Sorte Lauf als „grenzwertig“ angesehen. Das hat mich nicht wirklich beruhigt, denn für mich war die Grenze längst überschritten – aber es hat mich in meiner Entscheidung bekräftigt! Geschossen wurde übrigens mit dem hauseigenen ZF der Marke Vortex (5-30×56, wenn ich mich recht erinnere), eigene Gläser oder sonstiges Zubehör sollten vor Einsendung aufgrund eingeschränkter Gewährleistungsansprüche aber demontiert werden.

Im Beratungsgespräch nach der Befundung habe ich dann mal nach Erfahrungswerten für die Haltbarkeit von Läufen gefragt und das Gespräch kam sehr schnell auf das Thema Laufreinigung, die daran einen großen Anteil haben kann. Eine Schussbelastung von knapp 3800 Schuss ist nun wirklich nicht allzu viel und es kam der Gedanke auf, dass der Lauf vielleicht „kaputtgeputzt“ wurde. Das war mir erst nicht schlüssig, denn alles, womit ich in und an den Lauf gehe, ist definitiv weicher, als der Laufstahl selbst. Sei es nun die Messingdrahtbürste oder jene aus Nylon. Eine Sache ist aber nicht von der Hand zu weisen und ist bei nachträglicher Betrachtung auch schlüssig: Die Tatsache, dass ich ca. alle 200 Schuss die Kupferablagerungen der Geschosse im Lauf mit 25%igem Ammoniak löse, könnte zur frühzeitigen Abnutzung desselben geführt haben.

Ich habe schon öfter von anderen Schützen gehört, dass die Verwendung von Ammoniak generell als schädlich für den Lauf angesehen wird. Allerdings habe ich auch gehört, dass das nur dann der Fall ist, wenn man das Ammoniak im Lauf trocknen lässt und sich dadurch feine Kristallstrukturen auf der Oberfläche bilden, die dann mit dem nachfolgenden Schuss zu Beschädigungen führen. Ich war der Meinung, dass eine nachträgliche gründliche Trocknung mit mehreren Patches und einer ordentlichen Ölung des Laufs im Anschluss an die Behandlung mit Ammoniak aber genau das verhindern sollten. Ich weiss es auch nicht besser und Sagen und Mythen haben natürlich auch ihren Platz im Schießsport, also lassen wir das mal so stehen…

Hera Arms hat mir hingegen erklärt, dass die Einlagerungen von Messing imstande sind, kleinere Unebenheiten (übrigens mikroskopisch klein und in der Werkstoffkunde auch „Pittings“ genannt) zu füllen. Das Entfernen dieser Einlagerungen mit Ammoniak löst diese Füllung aber heraus und gibt die darunter liegende Oberfläche wieder den nachfolgenden Brenngasen preis. Da das Pitting mit einem Schlagloch vergleichbar ist, ist klar, dass es bei regelmäßigem Auswaschen der Füllung mit der Zeit eigentlich nur noch größer werden kann, weil die Angriffsfläche für die Brenngase immer wieder freigelegt wird.

Für mich stand also schnell fest, dass ich einen neuen Lauf haben möchte. Zwei Läufe standen für mich zur Auswahl: Abermals der „alte“ 18-Zöller oder der relativ neue SPB200 Matchlauf mit einer Lauflänge von 16,75“. Mit Letzterem wurden laut Hera in einigen Fällen sogar engere Streukreise geschossen, als mit dem 18“-Lauf. Ich habe auf diese Meinung vertraut und das „Go“ für den Einbau des SPB200 gegeben. Nach nur ca. 1,5 Wochen konnte ich mein Upper dann inkl. allen notwendigen Arbeiten und mitsamt neuem Beschuss auf dem Steelmatch in Philippsburg abholen. Die Kosten für den Laufwechsel mit einmaligem Transport durch Overnite und Neubeschuss beliefen sich auf ca. 320 € – ein super Preis! Der Verschlusskopf war noch in entsprechend gutem Zustand und musste nicht getauscht werden, der Verschlussabstand hat nach dem Laufwechsel ebenfalls noch gestimmt.

Schussbilder mit 23,5 gr. S060 und Lauf SPB200

Ich habe zwar von der alten Munition (23,5 gr. Lovex S060 mit 55gr. Hornady Vollmantel-BT) noch einiges übrig, aber diese Sorte kam erstmal nicht zum Einsatz. Priorität hatte erstmal wieder die Erprobung der „Neuen Geschosse“ 55gr. Siera HPBT Game King und 52gr. Sierra HPBT Matchking. Sie wurden abermals mit der Pulvermenge von 23,5gr. S060 kombiniert und um möglichst gute Bedingungen zu schaffen, habe ich als Zweibein eines von Harris genutzt, statt weiterhin dessen Klon zu verwenden. Das Ergebnis war gar nicht mal so schlecht, hat mich jetzt aber auch nicht wirklich in Begeisterung versetzt. Immerhin besser als vorher…

Schussbilder mit 24,0 gr. S060 und Lauf SPB200

Wo ich schonmal beim Ausprobieren war, habe ich zu den Geschossen „Matchking“ und „Gameking“ natürlich auch mal die Pulvermenge von 23,5 auf 24,0 gr. erhöht – das Ergebnis war genau das, was ich mir erhofft hatte! Wie man auf der Auswertung sehen kann, waren Streukreise („über Mitte“) von 9-14mm auf eine Entfernung von 100m möglich. Klar, man sieht in fast jedem Schussbild noch einen Ausreißer, aber diese habe ich selbst verursacht. Das soll heißen, ich habe im Schuss bereits gemerkt, dass ich das AR meist nicht richtig fixiert habe.

Um sicher zu gehen, ob es notwendig ist, nun dauerhaft auf die relativ teuren Geschosse von Sierra umsteigen, habe ich die 24 gr.-Laborierung natürlich auch mit den „alten“ Geschossen von Hornady (=H) aber auch mit den Gameking (=GK) von Sierra ausprobiert (linkes Bild). Im rechten Bild sieht man eine 9er- und zwei 10er-Schussgruppen mit Hornady VMBT, Sierra Gameking und Sierra Matchking.

Es wurden zwar auch mit den Geschossen von Hornady vereinzelt sehr gute Streukreise geschossen, allerdings war die Tenzend zu besseren Schussbildern eher bei Sierra zu sehen. Preislich unterscheiden sich Gameking und Matchking kaum. Da der Streukreis mit Matchking-Geschoss im letzten Bild allerdings etwas enger ist und der Preis sogar einen Ticken geringer als beim Gameking-Geschoss, ist meine Entscheidung für das Sierra Matchking 1410 52gr. HPBT-Geschoss gefallen. Nebenbei bemerkt, war das ebenfalls jenes Geschoss, mit dem auch Hera Arms in Verbindung mit dem SPB200 die besten Streukreise erzielt hat, dort allerdings mit Fabrikmunition S&B Match oder GGG (beide waren sehr gut getestet, aber nur eines hat das 52gr. Sierra-Geschoss, wenn ich mich recht erinnere).

Der Vollständigkeit halber nochmal die neue Laborierung:

  • Hülse: Lapua Match
  • Pulver: 24,0 gr. Lovex S060
  • Geschoss: Sierra Matchking 1410 HPBT, 52gr.
  • Zünder: Federal Ammunition FA 205
  • OAL: 56,6mm
  • Lauflänge: 16,75 Zoll (Matchlauf)

Schussbild mit 24,0 gr. S060 und SRB-Upper

Wo ich schonmal dabei bin, gehe ich den Weg auch zu Ende und jage meine Laborierungen auch nochmal durch das SRB-Upper von Hera Arms

Schussbild mit 23,5 gr. S060 und SRB-Upper

Wie auf dem Bild ersichtlich, besitzt das SRB ein leistungsschwacheres ZF. Es hat nur einen 12-fachen Zoom, der für die Erprobung voll aufgedreht war und zudem ein Mil-Dot-Absehen mit einem Fadenkreuz, das das Schusspflaster auf 100m schon komplett verdeckt. Unter diesen Bedingungen bin ich mit dem zweiten Schussbild unter Verwendung der alten Laborierung ziemlich zufrieden.

Mein Fazit:

Im SPB200 16,75″ verwendet man besser 24,0 gr. S060, die Sierra-Geschosse Matchking und Gameking sind fast gleich gut.

Im SRB 16,75″ ergibt eine Pulvermenge von nur 23,5gr. S060 die besseren Streukreise. Andere Geschosse als das Hornady 55gr. VMBT-Geschoss wurden bisher noch nicht getestet.

Mit dem 18″-Matchlauf wurden damals sehr gute Streurkreise mit der Laborierung ganz oben (23,5 gr. S060) erzielt. Ob ich vor dem Laufwechsel vielleicht noch etwas mit einer 24 gr.-Laborierung und eventuell einem anderen Geschoss etwas zum Besseren hätte verändern können, werde ich leider nicht mehr erfahren – da war ich zu voreilig…

Gasdruck beim Wiederladen

Nach den Kommentaren eines aufmerksamen Lesers aus Teil 3 zu den Ladedaten für Schwedenmauser, möchte ich in diesem Beitrag anhand meiner bevorzugten Laborierung für den Schweden nochmal näher auf das Thema des zulässigen Gasdrucks beim Wiederladen eingehen. Diese Thematik betrifft eigentlich jede Patrone, die wiedergeladen wird. Ich bin vor einiger Zeit zu Recht darauf hingewiesen worden, dass meine bevorzugte Laborierung die maximale Ladeempfehlung von Vihtavuori bereits überschreitet. Mithilfe von Marvin und der Software „Quickload“ möchte ich also in diesem Beitrag einige Ergebnisse präsentieren und erläutern. Da ich nicht weiß, ob es lizenzrechtlich gestattet ist, Screenshots der Software von den kompletten Berechnungen zu veröffentlichen, beschränke ich mich hier auf die Beschreibung der Ergebnisse und ein kleines Diagramm. Der Schwerpunkt liegt mit diesem Beitrag auf den berechneten Gasdrücken und nicht mehr auf der Präzision oder der Mündungsgeschwindigkeit wie in den vergangenen Beiträgen.

Der Vorsicht halber möchte ich auch nochmals darauf hinweisen, dass es sich nachfolgend um theoretisch berechnete Werte durch eine Software handelt. Einen besseren Aufschluss über die im System herrschenden Gasdrücke ergibt wohl erst eine Messreihe aus Patronen, die man zur Ermittlung des Gasdrucks an ein Beschussamt einsendet. Ich möchte das mit meiner bevorzugten Laborierung auch noch tun und werde das Ergebnis veröffentlichen, sobald es vorliegt.

Ungeachtet des Ergebnisses gilt für alle nachfolgenden Ladedaten weiterhin folgender Warnhinweis:

Für die Richtigkeit der Ladedaten wird keine Garantie übernommen! Wiederlader handeln auf eigenes Risiko!

 

Ausgangssituation

So, warum mache ich so´n Quatsch eigentlich, dass ich Patronen mit höherem Gasdruck herstelle? Das Gewehr hat ja bereits mit anderen (weicheren) Laborierungen sehr gut geschossen. Ganz einfach: Ich wollte für das Long-Range-Schiessen eine Patrone mit höherer V0 haben, aus diesem Grund habe ich die Ladeempfehlung verlassen. Den maximal zulässigen Ladedruck eines Schwedenmausers habe ich mit 3800 bar recherchiert. Man muss sich nicht viel Mühe geben, Wikipedia kann da z.B. schnell Auskunft geben, ist aber sicherlich nur eine Quelle von vielen. Auch Quickload hat übrigens den Grenzwert von 3800 bar für diese Patrone. Als Maschinebau-Ingenieur ist mir bewusst, dass die Vorhersage eines Bauteilversagens nicht nur in Bezug auf die Höhe der eingeleiteten Kraft (i.V.m. Querschnittsprofil und Werkstoff), sondern auch in Bezug der Anzahl der Lastwechsel zu beurteilen ist (Stichwort Materialermüdung). Auch andere Faktoren spielen eine Rolle, aber das sind Details, die hier den Rahmen sprengen würden. Da ich noch nicht davon gehört habe, dass man aus Gewehren nur eine bestimmte Anzahl von Schüssen abgeben darf, gehe ich also erstmal davon aus, dass der Literaturwert von 3800 bar jener Maximaldruck ist, bei dem die Dauerfestigkeit des Werkstoffes noch gewährleistet ist.

Zur Erinnerung, dies sind meine bevorzugten Ladedaten:

  • Hülse: Lapua Match, Kailber 6,5×55 Swedish Mauser
  • Zündhütchen: Federal Ammunition FA 210
  • Pulver: Vihtavuori N150
  • Menge: 38,0 gr.
  • Geschoss: Lapua Scenar HPBT, 139gr. (GB458)
  • OAL: 76,5mm
  • Crimp: keiner
  • V0 (nach Quickload): 783 m/s
  • V0 (gemessen): 803 m/s
  • Max. Gasdruck (nach Quickload): 3069 bar
  • Max. zulässiger Gasdruck: 3800 bar

Damit bin ich noch etwas mehr als 700 bar vom maximal zulässigen Gasdruck entfernt. Klingt erstmal ausreichend, Schwankungen in der Produktion des NC-Pulvers oder in der Herstellung der Patrone können aber gefährlich werden, das sollte man einfach wissen.

 

Das sagt Vihtavuori

Ich verlinke hier mal die Ladeempfehlungen des Pulverherstellers. Beachtet bitte, dass es auch modernere Gewehre im klassischen „Schwedenkaliber“ gibt, die einen höheren zulässigen Gasdruck haben und meist unter 6,5×55 SE oder 6,5×55 SKAN geführt werden. Mein Gewehr besitzt zwar einen modernen Lauf von Schulz und Larsen aus dem Jahre 2010, allerdings ist meine Systemhülse noch die des klassischen Schwedenmauses mit einer Prägung der Fabrik „Carl Gustavs“. Da die Systemhülse letztendlich über den Verschluss sämtliche Kräfte aufnimmt, bleibe ich mal bescheiden und lege weiterhin einen zulässigen Maximaldruck von 3800 bar zugrunde.

Vihtavuori: 6,5×55 Swedish Mauser

Vihtavuori: 6,5×55 SE / 6,5×55 SKAN

Die Ladedaten 6,5×55 SE oder 6,5×55 SKAN sind hier nur der Vollständigkeit halber verlinkt und spielen bei der weiteren Betrachtung keine Rolle!

Bezogen auf das Geschoss Lapua Scenar GB458, ist die Maximalempfehlung von Vihtavuori folgende (von den fettgedruckten Werte weiche ich ab, s.o.):

  • Hülse: 6,5×55, Hersteller unbekannt
  • Zündhütchen: Hersteller unbekannt
  • Pulver: Vihtavuori N150
  • Menge: 35,2 gr.
  • Geschoss: Lapua Scenar HPBT, 139gr.
  • OAL: 78,0mm
  • Crimp: unbekannt
  • V0 (nach Vihtavuori): 761 m/s
  • V0 (nach Quickload): 742 m/s
  • Max. Gasdruck (nach Quickload): 2456 bar
  • Max. zulässiger Gasdruck: 3800 bar

Vihtavuori ist damit 1350 bar vom Maximaldruck entfernt. Ein theoretisch recht komfortabler Abstand. Ich gehe mal davon aus, dass keine Ladeempfehlungen veröffentlicht werden, die irgendwelche Klagen gegen den Pulverhersteller nach sich ziehen könnten.

 

Das sagt Vihtavuori aber auch

Schaut man sich die Ladeempfehlungen aus dem ersten Link etwas genauer an, so fällt eine auf, bei der beim 139gr.-Norma-Geschoss ganze 39,4 gr. N150 (maximal) erlaubt sind. OK, kann ja sein, dass sich Geschosse in Ihrer Geometrie äußerlich unterscheiden und gewisse Parameter der Patrone angepasst werden müssen. Aber entscheidend für ein gesundes Weiterschießen sollte ja immer noch der Gasdruck sein. Schauen wir uns die Daten mal mit Quickload an:

  • Hülse: 6,5×55, Hersteller unbekannt
  • Zündhütchen: Hersteller unbekannt
  • Pulver: Vihtavuori N150
  • Menge: 39,4 gr.
  • Geschoss: Norma HP, 139gr., (Mit Artikel 66517 aus der Datenbank von Quickload bezeichnet)
  • OAL: 78,0mm
  • Crimp: unbekannt
  • V0 (nach Vihtavuori): 779 m/s
  • V0 (nach Quickload): 807 m/s
  • Max. Gasdruck (nach Quickload): 3214 bar
  • Max. zulässiger Gasdruck: 3800 bar

Jetzt sind es sogar nur noch knapp 600 bar zum Maximaldruck.

Sind die Parameter für die Berechnungen mit Quickload alle richtig gewählt, so ist doch schon auffällig, dass es solche Unterschiede in den maximalen Ladeempfehlungen gibt. Für jemanden, der kein Quickload besitzt, erschließen sich diese Unterschiede im Gasdruck überhaupt nicht! Ist das jetzt ein Indiz dafür, dass man Gasdrücke  nahe 3800 bar nicht fürchten muss? Die Antwort folgt weiter unten…

 

Aussichten

Spielen wir mal ein wenig mit den Parametern der Software. Behalten wir dabei immer im Hinterkopf, dass den Ergebnissen nur Rechenalgorithmen zugrunde liegen und die Wirklichkeit anders aussehen kann.

  • „Meine Laborierung“, jedoch nur 37,0 gr. N150 (statt 38,0 gr.):

–> V0 sinkt auf 783m/s, Pmax sinkt von 3069 bar auf 2861 bar.

  • „Meine Laborierung“, jedoch OAL von 78,0mm (statt 76,5mm):

–>V0 sinkt auf 772m/s, Pmax sinkt von 3069 bar auf 2986 bar.

Möchte man den Gasdruck senken, hat es also den größeren Effekt, die Pulvermenge zu reduzieren, statt die Patronenlänge zu erhöhen. Nicht wirklich verwunderlich… Der umgekehrte Effekt tritt erst wieder ein, wenn man das Geschoss bis an die Züge setzt.

Irgendwann will man natürlich zu dem Punkt kommen, an dem man tatsächlich beurteilen kann, ob man sich mit einer Laborierung sicher fühlen kann, oder nicht. Nehmen wir dabei Quickload zu Hilfe und seine Grenzwertbereiche für Gasdrücke, die je nach Gefahrenpotenzial farblich hinterlegt sind (hier bezogen auf den Schweden mit 3800 bar Maximaldruck).

 

Diagramm
Exemplarisches Diagramm

 

  • Ohne Markierung/Weiss: bis 2800 bar

–> Warnmeldung: keine

  • Gelb markierter Bereich: 2800 bar – 3200 bar

–> Warnmeldung: keine

  • Lila markierter Bereich: 3200 bar – 3800 bar

–> Warnmeldung: „WARNUNG: Nahe am höchstzulässigen Gasdruck. Toleranzen können gefährliche Drücke verursachen!“

  • Rot markierter Bereich: >3800 bar

–> Warnmeldung: Hierzu liegt mir keine Info vor, soweit habe ich es nicht kommen lassen.

 

Beschussamt Mellrichstadt

Ich habe kurzerhand mal beim Beschussamt Mellrichstadt angerufen und das Glück gehabt, einen freundlichen Mitarbeiter zu sprechen, der sich für mich Zeit genommen hat. Meine wichtigste Frage wurde mir wie folgt beantwortet: Der Gasdruck nach CIP kann als dauerfest angesehen werden. Allerdings wurde mir auch empfohlen, einen Abstand von ca. 10 Prozent zum maximalen Gasdruck zu wahren, denn eine Materialermüdung kann immer im Bereich des Möglichen sein.

 

Mein Fazit

Ich habe mich im Rahmen dieses Beitrags nochmal eingehender mit den Ladedaten befasst, werde aber an meiner Laborierung für den Schweden aus folgenden Gründen festhalten:

  • Alle bisher ca. 600 abgeschossenen Patronenhülsen ließen sich problemlos herausrepetieren.
  • Kein einziges Zündhütchen war derart platt, dass der abgesetzte Ring an der Zündglocke bereits verdeckt war.
  • Vollkalibrieren von abgeschossenen Hülsen bedurfte nie eines erhöhten Kraftaufwands. Die Schleifspuren des Vollkalibrierens waren im Bereich des Hülsenbodens stets minimal, im Bereich des Hülsenhalses naturgemäß deutlich.
  • Alleiniges Halskalibrieren bereits abgeschossener Hülsen mit Anfertigung von Patronendummies ergab keine Probleme beim Laden/Repetieren des Verschlusses – somit keine Hinweise auf „Ausbauchen“ der Hülsen aufgrund erhöhten Gasdrucks.
  • Maximal zulässiger Gasdruck wird um 700 bar (entspricht 18% Differenz zum Maximalwert) unterschritten.
  • Keine Warnhinweise durch Software Quickload.

 

Das war nun ein recht trockener Beitrag zum Thema Wiederladen. Ich halte nicht aus Trotz an meiner Laborierung fest, sondern tue das nach sorgfältiger Auswertung aller Informationen, die ich bekommen konnte. Ich will mit diesem Beitrag auch niemanden dazu animieren, die Ladeempfehlungen der Hersteller generell zu überschreiten, für die meisten Sportschützen ist das auf den disziplinenkonformen Distanzen auch gar nicht notwendig. Sollte ich jemandem mit Long-Range-Ambitionen nützliche Anregungen geliefert haben, so freut mich das. Die letzte beobachtete Reichweite meines Schwedenmausers mit meinen o.g. Ladedaten beträgt übrigens 1350m. Weitere Kommentare oder Anregungen zu diesem Beitrag sind herzlich willkommen!

Ladedaten Schwedenmauser M/63, Teil 3

Die Schussbilder aus dem ersten Teil der Ladedaten für den Schwedenmauser haben mich noch eine ganze Weile beschäftigt, weil sie alle noch mit dem Zielfernrohr von Tac Vector Optics und den gebrochenen Klemmungen an den Montageringen entstanden sind. Im Hinblick auf einen bevorstehenden Besuch eines Long Range-Events Anfang Dezember habe ich mich aber gefragt, ob die im zweiten Teil getesteten Laborierungen mit dem jetzt neuen ZF Sightron SIII 8-32×56 nicht besser abschneiden würden? Immerhin ist die neue Optik einfach hochwertiger und die Montageringe wurden schließlich auch gegen neue ausgetauscht…

Im zweiten Teil hat sich ja eine Laborierung mit N160 (und neuem ZF Sightron SIII) als sehr geeignet heraus gestellt. Jene Laborierungen mit N150 habe ich aber damals nicht weiter verfolgt. Das wollte ich vor dem Long Range-Schießen noch nachholen, weil man auf lange Distanzen einfach auch eine ordentliche Mündungsgeschwindigkeit benötigt und da hat N150 gegenüber N160 einfach etwas die Nase vorn.

Gesagt, getan – hier ist das Ergebnis. Geschossen wurde auf eine Distanz von 100m sitzend aufgelegt mit Zweibein und Sandsack am Hinterschaft.

N150, 100m:

13mm Streukreis ist schonmal ne Hausnummer! Bei der zweiten Scheibe habe ich dann schon etwas schneller geschossen: Mit 17mm, 16mm und 21mm sind aber immer noch richtig gute Ergebnisse dabei. Zum Vergleich: Bei der Laborierung mit N160 war ich damals mit 14mm ebenfalls sehr zufrieden. Weiter ging es zur 300m-Bahn. Dort habe ich zunächst mal den Haltepunkt beibehalten, ohne die Schussgruppe in die Mitte zu klicken.

N150, 300m:

Schussbild Schwedenmauser N150_01

Hier sind nochmals die Ladedaten in der Übersicht:

Achtung, für die Richtigkeit der Ladedaten wird keine Garantie übernommen! Wiederlader handeln auf eigenes Risiko!

Achtung, erhöhter Gasdruck!!!

siehe auch: Gasdruck beim Wiederladen

  • Hülse: Lapua Match, Kailber 6,5×55 Swedish Mauser
  • Zündhütchen: Federal Ammunition FA 210
  • Pulver: Vihtavuori N150
  • Menge: 38,0 gr.
  • Geschoss: Lapua Scenar HPBT, 139gr.
  • OAL: 76,5mm
  • Crimp: keiner
  • V0 (berechnet): 783 m/s
  • V0 (gemessen): 803 m/s

Zum Vergleich Schussbilder, die ich mit N160 auf 300m geschossen habe:

Die Sache ist auf jeden Fall klar: Der Wechsel zur Labrierung mit N150 ist beschlossene Sache! Eine gleiche Präzision bei höherer V0 ist genau das, was ich mir erhofft hatte.

Zurück vom Long Range-Schießen hat sich dann gezeigt, dass mit der N150-Laborierung Ziele in bis zu 1200m Entfernung erfolgreich getroffen wurden. Anhand des bei dieser Distanz immer noch verfügbaren Verstellbereichs des ZFs von ca. 14 MOA, schätze ich die Reichweite des Gewehrs auf sicherlich 1300m bis maximal 1400m ein. Mal schauen, ob es eines Tages noch soweit kommt.

Ladedaten Schwedenmauser M/63, Teil 2

Endlich fertig!

Diesen Artikel wollte ich eigentlich schon vor Wochen, wenn nicht Monaten geschrieben haben. Jetzt, da er online ist, bedeutet das aber auch gleichzeitig, dass der Schwedenmauser endlich so schießt, wie ich mir das vorgestellt habe! War nochmal richtig spannend in den letzten beiden Wochen, denn ich wollte rechtzeitig vor dem nächsten Longe-Range-Event fertig werden. Tja, den Kampf habe ich dank gebrochener Klemmung an beiden Montageringen (zu fest an der Pica-Schiene angezogen) und dank eines Defekts am Zielfernrohr leider verloren… Die Schussbilder von diesem Tag erspare ich Euch mal.

Das ZF wurde kurzerhand ersetzt, auf dem Schwedenmauser ist nun -wie bei meiner Savage 10BA auch – Altbewährtes montiert: Ein Sightron S-III 8-32×56 – nur diesmal mit 1/4-MOA-Klickverstellung.

Zurück auf der 100m-Bahn ging es dann ans Einschießen mit nachfolgenden Ergebnissen. Alle Schussbilder zeigen 5-Schuss-Gruppen, sitzend mit Zweibein und Sandsack am Hinterschaft. Die Laborierungen gibt es gleich dazu. Schlechtere Ergebnisse von anderen Laborierungen zeige ich hier nicht mehr, davon gab es im ersten Teil des Beitrags bereits genug.

Achtung, für die Richtigkeit der Ladedaten wird keine Garantie übernommen! Wiederlader handeln auf eigenes Risiko!

Ladedaten Schwedenmauser 15
  • Hülse: Lapua Match, Kailber 6,5×55 Swedish Mauser
  • Zündhütchen: Federal Ammunition FA 210
  • Pulver: Vihtavuori N160
  • Menge: 39,0 gr.
  • Geschoss: Lapua Scenar HPBT, 139gr.
  • OAL: 76,5mm
  • Crimp: keiner
Ladedaten Schwedenmauser 16
  • Hülse: Lapua Match, Kailber 6,5×55 Swedish Mauser
  • Zündhütchen: Federal Ammunition FA 210
  • Pulver: Vihtavuori N160
  • Menge: 38,0 gr.
  • Geschoss: Lapua Scenar HPBT, 139gr.
  • OAL: 76,5mm
  • Crimp: keiner

Die Laborierung mit 39,0 gr. N160 liefert auch auf 300m sehr gute Ergebnisse. Geschossen wurde liegend aufgelegt mit Zweibein und Sandsack am Hinterschaft.

Hier geht es zum dritten und letzten Teil der Serie Ladedaten Schwedenmauser…

Ladedaten Schwedenmauser M/63, Teil 1

Die Entwicklung eines taktischen Schafts für den Schwedenmauser hat lange Zeit in Anspruch genommen und ein gelungener Abschluss dazu wäre sicherlich ein tolles Schussbild mit einer Ladeempfehlung gewesen. Kleine Streukreise hatte ich anfangs tatsächlich, allerdings hat sich das Schussbild mit der Zeit zusehends verschlechtert, sodass ich diesem Umstand erstmal auf den Grund gehen musste…

Das hat mich leider geschlagene 6 Wochen auf Trab gehalten und während ich diese Zeilen hier schreibe, drängt sich mir der Gedanke auf, dass ich es auch erheblich leichter hätte haben können. Ich musste mal wieder mein eigenes Süppchen kochen und habe mich bei der Wahl des Pulvers an den Hersteller Lovex geklammert, mit dem ich für meine Savage 10 BA und meine Hera Arms The 15th bereits sehr gute Ergebnisse erzielen konnte. Letztlich braucht man nur in diversen Foren nachzulesen, welche Ladedaten andere Sportschützen so veröffentlichen und Lovex ist da nicht so häufig vertreten, das S065 schonmal gar nicht.

Achtung, für die Richtigkeit der Ladedaten im Verlauf dieses Artikels wird keine Garantie   übernommen! Wiederlader handeln auf eigenes Risiko!

Ausgangssituation

Stolz wie Oskar habe ich mit meiner ersten oder zweiten Laborierung sogar eine Vereinsmeisterschaft der DSU mit ca. 20 Teilnehmern gewonnen, die Wettkampfentfernung betrug 100m. Vom Ergebnis habe ich leider kein Bild gemacht, allerdings kann das nachfolgende Bild stellvertretend einen Eindruck der damaligen Präzision vermitteln:

Ladedaten Schwedenmauser 01

Mein Schwedenmauser M/63 hat übrigens einen 27″ langen Lauf von Schulz und Larsen. Die damalige Laborierung war folgende:

  • Hülse: Lapua Match, Kailber 6,5×55 Swedish Mauser
  • Zündhütchen: Federal Ammunition FA 210
  • Pulver: LOVEX S065
  • Menge: 40,0 gr.
  • Geschoss: Nosler  HPBT Custom Competition, 140gr.
  • OAL: 79,3mm
  • Crimp: keiner

Der Ausreißer unterhalb der Gruppe hat mich damals noch nicht stutzig gemacht, das sollte sich aber bald ändern. Mit der Zeit hat sich das Schussbild derart verschlechtert, dass ich mir ernsthaft Sorgen gemacht habe, ob es nicht vielleicht an dem neu entwickelten Schaft liegen könnte. Hinweisen von Kollegen, dass die Systemschrauben vielleicht zu stark angezogen sein könnten, bin ich ebenfalls nachgegangen – so entstanden diverse Schussgruppen auch mit unterschiedlichen Anzugsmomenten der Systemschrauben. Gleichermaßen habe ich mir Gedanken darüber gemacht, dass der Lauf im originalen Schwedenmauser ja nicht freischwingend ist. So habe ich zusätzlich versucht, die Laufschwingung mittles untergelegter Klötzchen zu beeinflussen.

Und so sahen die Schussbilder mit allen erdenklichen veränderbaren Parametern aus, allesamt nicht zufrieden stellend:

Ladedaten Schwedenmauser 02
Ladedaten Schwedenmauser 03
Ladedaten Schwedenmauser 04

Neues Pulver

Wie gesagt, ich habe mich viel zu lange daran festgehalten, den Schwedenmauser mit S065 von Lovex wieder auf Präzision zu bringen, dabei gibt es eine Vielzahl von Empfehlungen mit den langsameren Pulvern N150 und N160. Bei Rückblickender Betrachtung ist das natürlich logisch: Wird ein rasantes Pulver verwendet, wird der Lauf beim Abbrennen gleich zu Beginn des Projektildurchlaufs heftig erschüttert. Das Projektil verlässt dann die Mündung, wenn der Lauf u.U. noch maximal in Bewegung ist. Das für den Sportschützen eher unbrauchbare Resultat ist oben ersichtlich.

Durch die Verwendung des eher langsamen N150 oder sogar N160 ergibt sich eine Beschleunigung des Projektils, die über einen vergleichsweise längeren Zeitraum erfolgt und somit weniger Erschütterungen/Schwingungen im Lauf erzeugt. Die nachfolgenden Bilder zeigen Schussgruppen mit verschiedenen Laborierungen und Setztiefen. Ich hoffe, die Schrift ist einigermaßen leserlich, ich musste mich für die Kennzeichnung weit aus dem Stand hinaus lehnen. Allen Laborierungen gemeinsam ist übrigens die Hülse Lapua Match 6,5×55, das Zündhütchen FA 210M und das neu gewählte Geschoss Lapua Scenar HPBT 139 gr.

Mein vorläufiges Fazit:

Bis auf zwei Schussbilder (Nr. 1 ohne Kennzeichnung und Nr.3) haben alle Laborierungen mit N150 immer noch einen Ausreißer. Jetzt sind Nr. 1 und 3 aber auch genau jene Schussgruppen mit nur vier Einschüssen, statt fünf. Ich lass´ mich von diesen kleinen Streukreisen aber erstmal nicht beindrucken, denn die Tendenz zum Ausreißer ist ja an den anderen Schussgruppen ersichtlich. Das noch langsamere Pulver N160 hat bei den Schussbildern Nr. 6, 7 und 8 zwar um wenige Millimeter größere Streukreise, aber insgesamt die geringere Streuung und für mich somit mehr Verlässlichkeit. Dies ändert sich erst mit den Schussbildern Nr. 9 und 10 (letzteres ohne Kennzeichnung) wenn zwei Grain mehr Pulver in der Hülse geladen sind. Vielleicht ist damit also wieder eine Schwelle überschritten und das langsamere Pulver verliert seinen Vorteil, weil der Abbrand aufgrund der Menge wieder ähnlich heftig wie beim N150 ausfällt. Das Schussbild Nr. 7´ist übrigens durch Nachsetzen von zwei Schüssen entstanden, deren Patronen versehentlich kürzer ausgefallen sind. Die Tatsache, dass das Gewehr auch mit sehr warmem/heißem Lauf noch gute Streukreise wie bei Schussbild Nr. 7 produziert, war sehr beruhigend.

Ich werde die Laborierung mit 38,0 gr. N160 und den Setztiefen 76,5mm und 78,0mm weiter verwenden und versuchen, diese bei bestmöglicher Präzision durch leichte Veränderungen in der Pulvermenge und/oder der Gesamtlänge auf Geschwindigkeit zu trimmen. Schließlich will ich die Munition auch auf langen Distanzen bis max. 1200m noch verwenden. Sobald hierzu Ergebnisse vorliegen, folgt ein zweiter Teil.

Hier geht es zum zweiten Teil der Serie Ladedaten Schwedenmauser…