Wiederladen mit 3D-Druckteilen

Ich hatte mir bereits vor langer Zeit Gedanken darüber gemacht, wie man die zahlreichen Arbeitsschritte beim Wiederladen – insbesondere von Langwaffenhülsen – vereinfachen kann. Diese Ideen habe ich im lange zurückliegenden Beitrag Wiederladen – Die Suche nach Komfort bereits vorgestellt. Meine darin gezeigten Hilfsmittel haben sich seither nicht mehr geändert, sie funktionieren nach wie vor zufriedenstellend. Allerdings muss man für die Anfertigung einiger Kleinteile leider eine Standbohrmaschine und eine Drehbank besitzen, wodurch der Nutzerkreis schon stark eingeschränkt ist. Ich habe also nun endlich mal die Zeit gefunden, diese Teile für die Herstellung in einem 3D-Drucker zu modifizieren und stelle sie in diesem Beitrag zur Verfügung. Die Teile sind nach dem Ausdrucken zwar immer noch nicht gebrauchsfertig, aber mit erheblich weniger Werkzeug fertig zu stellen. Ein metrischer Gewindeschneidsatz und eine Handbohrmaschine müssen aber immer noch verfügbar sein.

Wichtig wäre vorab zu erwähnen, dass die Teile zur Verwendung mit einem Lee Perfect Powder Measure und der Pulverwaage „Eliminator“ von Dillon gedacht sind. Außerdem müssen alle heruntergeladenen 3D-Dateien in Ihrer Dateiendung vor dem Drucken von „.docx“ in „.STL“ umbenannt werden!

Um diesen Beitrag in sich schlüssig abzurunden, komme ich leider nicht umher, die Konstruktion ein zweites Mal zu beschreiben. Ich versuche, mich kurz zu fassen:

Dillon Eliminator

 

Ich habe die Pulverwaage an meinem Sitzplatz in Augenhöhe auf eine kleine Plattform montiert. Den Pulverfüller „Lee Perfect Powder Measure“ habe ich mittels einer kleinen Konsole so montiert, dass dessen Pulver direkt in das Schälchen der Eliminator hineinfallen kann. Zum Bestimmen einer geeigneten Position sollte das neue Fallrohr Version 7 bereits montiert sein. Es ersetzt das alte Fallrohr mit seiner Prallhülse aus dem ersten Beitrag.

 

Lee Perferct Powder Measure 1
bisheriges Fallrohr

Fallrohr_V7

 

Das Fallrohr allein bringt schon einen Vorteil in Sachen Handling und Zeitersparnis, noch besser wird es mit dem Powder-Trickler, der das Pulver direkt in das Schälchen der Pulverwaage zuführen kann. Hierzu habe ich eine Version erstellt, die beim Ausdrucken Material spart. Das Zuführrohr sollte nicht gedruckt werden, greift hierzu besser zu einem Metallröhrchen aus dem Baumarkt oder so (Außendurchmesser 5-6mm reicht aus). Die quer liegende Bohrung besitzt einen Durchmesser von 3,9mm und kann leicht auf den Durchmesser des später verwendeten Metallröhrchens aufgebohrt werden. Vergesst nicht, dem Metallrohr später noch eine V-Kerbe zu verpassen – siehe Zeichnung – und das eine Ende mit Klebstoff, Gummi etc. zu verschließen. Die axial liegende Bohrung im Standfuss des Powder Tricklers besitzt einen Durchmesser von 5mm. Hier könnt Ihr noch auf D=5,2mm aufbohren und zur Befestigung ein Gewinde M6 hineinschneiden. Für den Trickler wird außerdem noch das Antriebsrad benötigt. Es besitzt eine umlaufende Ringnut mit Breite 3mm, damit mittels O-Ring oder einer geeigneten Schnur ein Antrieb erfolgen kann. Die axiale Bohrung besitzt 4,1mm Durchmesser und muss ebenfalls auf den Durchmesser des späteren Metallrohrs aufgebohrt werden. Zu Sicherung des Antriebsrads befindet sich noch eine Querbohrung mit D=2mm im vorderen Absatz. Hier ist auf D=2,5mm aufzubohren und eine Gewinde M3 reinzuschneiden. Mittels Madenschraube kann das Antriebsrad dann auf dem Metallrohr fixiert werden. Damit das Pulver überhaupt durch das Rohr rieseln kann, muss der Trickler leicht schräg aufgestellt werden. Legt ihm vor der Befestigung des Standfußes einfach einseitig etwas mit einer Höhe von 1 bis 1,5mm Höhe unter.

Powder Trickler
bisheriger Powder Trickler

 

 

Powder Trickler - Rohr

Powder Trickler – Basis_3D-Druck

Powder Trickler – Deckel

Antriebsrad_m. Ringnut u. Kernloch f. M3

 

Kommen wir zum manuellen Antrieb. Wenn man den Powder Trickler nahe der Pulverwaage und somit ebenfalls auf Augenhöhe aufgestellt hat, will man ihn nun auch bequem von einer Tischplatte aus bedienen. Dazu benötigten man noch einen manuellen Antrieb. So wie auf dem Bild unten kann er aussehen, muss er aber natürlich nicht. Es bietet sich an, die weiteren Antriebsräder ebenfalls zu drucken. Lediglich bei der aufnehmenden Alustrebe würde ich auch weiterhin Metall verwenden. Das hat den Vorteil, dass Ihr darin eine glatte Bohrung fertigen könnt und sich der Kunststoffzapfen darin eine lange Zeit ohne Probleme drehen wird (bei meinem Prototypen ist eine beschichtete Gleitbuchse eingepresst). Etwas zusätzliches Fett hat aber noch nie geschadet…

Für den manuellen Antrieb muss das oben verlinkte Antriebsrad mit Ringnut also ein weiteres Mal gedruckt werden. Es wird axial diesmal auf einen Durchmesser von D=8mm aufgebohrt und mit dem Zapfen des Hand-Antriebsrads verpresst oder verklebt oder bei Bedarf abermals mit Madenschraube gesichert – kommt ganz auf die Fertigungstoleranz Eures Druckers an.

 

Powder Trickler Antrieb

Handantriebsrad

 

Handantriebsrad

 

Wo auch immer ihr nun das zweite Antriebsrad in Kombination mit dem Handantriebsrad montiert habt, es gilt nun, beide Antriebsräder mit einem O-Ring (Schnurdurchmesser 3mm) oder einer anderen geeigneten Schnur zu verbinden. Ich würde den O-Ring bevorzugen, weil er durch sein Gummi schon sehr guten Grip gewährleistet und man die Schnur nicht mehr zu einem Ring verknoten muss. Je nach baulicher Lage sollte der O-Ring einen Durchmesser von 160-200mm haben. Achtung, im Baumarkt bekommt Ihr sowas jedenfalls nicht mehr…

Hier nochmal die Gesamtansicht mit den alten Teilen aus Metall.

 

Wiederladestation

Gasdruck beim Wiederladen

Nach den Kommentaren eines aufmerksamen Lesers aus Teil 3 zu den Ladedaten für Schwedenmauser, möchte ich in diesem Beitrag anhand meiner bevorzugten Laborierung für den Schweden nochmal näher auf das Thema des zulässigen Gasdrucks beim Wiederladen eingehen. Diese Thematik betrifft eigentlich jede Patrone, die wiedergeladen wird. Ich bin vor einiger Zeit zu Recht darauf hingewiesen worden, dass meine bevorzugte Laborierung die maximale Ladeempfehlung von Vihtavuori bereits überschreitet. Mithilfe von Marvin und der Software „Quickload“ möchte ich also in diesem Beitrag einige Ergebnisse präsentieren und erläutern. Da ich nicht weiß, ob es lizenzrechtlich gestattet ist, Screenshots der Software von den kompletten Berechnungen zu veröffentlichen, beschränke ich mich hier auf die Beschreibung der Ergebnisse und ein kleines Diagramm. Der Schwerpunkt liegt mit diesem Beitrag auf den berechneten Gasdrücken und nicht mehr auf der Präzision oder der Mündungsgeschwindigkeit wie in den vergangenen Beiträgen.

Der Vorsicht halber möchte ich auch nochmals darauf hinweisen, dass es sich nachfolgend um theoretisch berechnete Werte durch eine Software handelt. Einen besseren Aufschluss über die im System herrschenden Gasdrücke ergibt wohl erst eine Messreihe aus Patronen, die man zur Ermittlung des Gasdrucks an ein Beschussamt einsendet. Ich möchte das mit meiner bevorzugten Laborierung auch noch tun und werde das Ergebnis veröffentlichen, sobald es vorliegt.

Ungeachtet des Ergebnisses gilt für alle nachfolgenden Ladedaten weiterhin folgender Warnhinweis:

Für die Richtigkeit der Ladedaten wird keine Garantie übernommen! Wiederlader handeln auf eigenes Risiko!

 

Ausgangssituation

So, warum mache ich so´n Quatsch eigentlich, dass ich Patronen mit höherem Gasdruck herstelle? Das Gewehr hat ja bereits mit anderen (weicheren) Laborierungen sehr gut geschossen. Ganz einfach: Ich wollte für das Long-Range-Schiessen eine Patrone mit höherer V0 haben, aus diesem Grund habe ich die Ladeempfehlung verlassen. Den maximal zulässigen Ladedruck eines Schwedenmausers habe ich mit 3800 bar recherchiert. Man muss sich nicht viel Mühe geben, Wikipedia kann da z.B. schnell Auskunft geben, ist aber sicherlich nur eine Quelle von vielen. Auch Quickload hat übrigens den Grenzwert von 3800 bar für diese Patrone. Als Maschinebau-Ingenieur ist mir bewusst, dass die Vorhersage eines Bauteilversagens nicht nur in Bezug auf die Höhe der eingeleiteten Kraft (i.V.m. Querschnittsprofil und Werkstoff), sondern auch in Bezug der Anzahl der Lastwechsel zu beurteilen ist (Stichwort Materialermüdung). Auch andere Faktoren spielen eine Rolle, aber das sind Details, die hier den Rahmen sprengen würden. Da ich noch nicht davon gehört habe, dass man aus Gewehren nur eine bestimmte Anzahl von Schüssen abgeben darf, gehe ich also erstmal davon aus, dass der Literaturwert von 3800 bar jener Maximaldruck ist, bei dem die Dauerfestigkeit des Werkstoffes noch gewährleistet ist.

Zur Erinnerung, dies sind meine bevorzugten Ladedaten:

  • Hülse: Lapua Match, Kailber 6,5×55 Swedish Mauser
  • Zündhütchen: Federal Ammunition FA 210
  • Pulver: Vihtavuori N150
  • Menge: 38,0 gr.
  • Geschoss: Lapua Scenar HPBT, 139gr. (GB458)
  • OAL: 76,5mm
  • Crimp: keiner
  • V0 (nach Quickload): 783 m/s
  • V0 (gemessen): 803 m/s
  • Max. Gasdruck (nach Quickload): 3069 bar
  • Max. zulässiger Gasdruck: 3800 bar

Damit bin ich noch etwas mehr als 700 bar vom maximal zulässigen Gasdruck entfernt. Klingt erstmal ausreichend, Schwankungen in der Produktion des NC-Pulvers oder in der Herstellung der Patrone können aber gefährlich werden, das sollte man einfach wissen.

 

Das sagt Vihtavuori

Ich verlinke hier mal die Ladeempfehlungen des Pulverherstellers. Beachtet bitte, dass es auch modernere Gewehre im klassischen „Schwedenkaliber“ gibt, die einen höheren zulässigen Gasdruck haben und meist unter 6,5×55 SE oder 6,5×55 SKAN geführt werden. Mein Gewehr besitzt zwar einen modernen Lauf von Schulz und Larsen aus dem Jahre 2010, allerdings ist meine Systemhülse noch die des klassischen Schwedenmauses mit einer Prägung der Fabrik „Carl Gustavs“. Da die Systemhülse letztendlich über den Verschluss sämtliche Kräfte aufnimmt, bleibe ich mal bescheiden und lege weiterhin einen zulässigen Maximaldruck von 3800 bar zugrunde.

Vihtavuori: 6,5×55 Swedish Mauser

Vihtavuori: 6,5×55 SE / 6,5×55 SKAN

Die Ladedaten 6,5×55 SE oder 6,5×55 SKAN sind hier nur der Vollständigkeit halber verlinkt und spielen bei der weiteren Betrachtung keine Rolle!

Bezogen auf das Geschoss Lapua Scenar GB458, ist die Maximalempfehlung von Vihtavuori folgende (von den fettgedruckten Werte weiche ich ab, s.o.):

  • Hülse: 6,5×55, Hersteller unbekannt
  • Zündhütchen: Hersteller unbekannt
  • Pulver: Vihtavuori N150
  • Menge: 35,2 gr.
  • Geschoss: Lapua Scenar HPBT, 139gr.
  • OAL: 78,0mm
  • Crimp: unbekannt
  • V0 (nach Vihtavuori): 761 m/s
  • V0 (nach Quickload): 742 m/s
  • Max. Gasdruck (nach Quickload): 2456 bar
  • Max. zulässiger Gasdruck: 3800 bar

Vihtavuori ist damit 1350 bar vom Maximaldruck entfernt. Ein theoretisch recht komfortabler Abstand. Ich gehe mal davon aus, dass keine Ladeempfehlungen veröffentlicht werden, die irgendwelche Klagen gegen den Pulverhersteller nach sich ziehen könnten.

 

Das sagt Vihtavuori aber auch

Schaut man sich die Ladeempfehlungen aus dem ersten Link etwas genauer an, so fällt eine auf, bei der beim 139gr.-Norma-Geschoss ganze 39,4 gr. N150 (maximal) erlaubt sind. OK, kann ja sein, dass sich Geschosse in Ihrer Geometrie äußerlich unterscheiden und gewisse Parameter der Patrone angepasst werden müssen. Aber entscheidend für ein gesundes Weiterschießen sollte ja immer noch der Gasdruck sein. Schauen wir uns die Daten mal mit Quickload an:

  • Hülse: 6,5×55, Hersteller unbekannt
  • Zündhütchen: Hersteller unbekannt
  • Pulver: Vihtavuori N150
  • Menge: 39,4 gr.
  • Geschoss: Norma HP, 139gr., (Mit Artikel 66517 aus der Datenbank von Quickload bezeichnet)
  • OAL: 78,0mm
  • Crimp: unbekannt
  • V0 (nach Vihtavuori): 779 m/s
  • V0 (nach Quickload): 807 m/s
  • Max. Gasdruck (nach Quickload): 3214 bar
  • Max. zulässiger Gasdruck: 3800 bar

Jetzt sind es sogar nur noch knapp 600 bar zum Maximaldruck.

Sind die Parameter für die Berechnungen mit Quickload alle richtig gewählt, so ist doch schon auffällig, dass es solche Unterschiede in den maximalen Ladeempfehlungen gibt. Für jemanden, der kein Quickload besitzt, erschließen sich diese Unterschiede im Gasdruck überhaupt nicht! Ist das jetzt ein Indiz dafür, dass man Gasdrücke  nahe 3800 bar nicht fürchten muss? Die Antwort folgt weiter unten…

 

Aussichten

Spielen wir mal ein wenig mit den Parametern der Software. Behalten wir dabei immer im Hinterkopf, dass den Ergebnissen nur Rechenalgorithmen zugrunde liegen und die Wirklichkeit anders aussehen kann.

  • „Meine Laborierung“, jedoch nur 37,0 gr. N150 (statt 38,0 gr.):

–> V0 sinkt auf 783m/s, Pmax sinkt von 3069 bar auf 2861 bar.

  • „Meine Laborierung“, jedoch OAL von 78,0mm (statt 76,5mm):

–>V0 sinkt auf 772m/s, Pmax sinkt von 3069 bar auf 2986 bar.

Möchte man den Gasdruck senken, hat es also den größeren Effekt, die Pulvermenge zu reduzieren, statt die Patronenlänge zu erhöhen. Nicht wirklich verwunderlich… Der umgekehrte Effekt tritt erst wieder ein, wenn man das Geschoss bis an die Züge setzt.

Irgendwann will man natürlich zu dem Punkt kommen, an dem man tatsächlich beurteilen kann, ob man sich mit einer Laborierung sicher fühlen kann, oder nicht. Nehmen wir dabei Quickload zu Hilfe und seine Grenzwertbereiche für Gasdrücke, die je nach Gefahrenpotenzial farblich hinterlegt sind (hier bezogen auf den Schweden mit 3800 bar Maximaldruck).

 

Diagramm
Exemplarisches Diagramm

 

  • Ohne Markierung/Weiss: bis 2800 bar

–> Warnmeldung: keine

  • Gelb markierter Bereich: 2800 bar – 3200 bar

–> Warnmeldung: keine

  • Lila markierter Bereich: 3200 bar – 3800 bar

–> Warnmeldung: „WARNUNG: Nahe am höchstzulässigen Gasdruck. Toleranzen können gefährliche Drücke verursachen!“

  • Rot markierter Bereich: >3800 bar

–> Warnmeldung: Hierzu liegt mir keine Info vor, soweit habe ich es nicht kommen lassen.

 

Beschussamt Mellrichstadt

Ich habe kurzerhand mal beim Beschussamt Mellrichstadt angerufen und das Glück gehabt, einen freundlichen Mitarbeiter zu sprechen, der sich für mich Zeit genommen hat. Meine wichtigste Frage wurde mir wie folgt beantwortet: Der Gasdruck nach CIP kann als dauerfest angesehen werden. Allerdings wurde mir auch empfohlen, einen Abstand von ca. 10 Prozent zum maximalen Gasdruck zu wahren, denn eine Materialermüdung kann immer im Bereich des Möglichen sein.

 

Mein Fazit

Ich habe mich im Rahmen dieses Beitrags nochmal eingehender mit den Ladedaten befasst, werde aber an meiner Laborierung für den Schweden aus folgenden Gründen festhalten:

  • Alle bisher ca. 600 abgeschossenen Patronenhülsen ließen sich problemlos herausrepetieren.
  • Kein einziges Zündhütchen war derart platt, dass der abgesetzte Ring an der Zündglocke bereits verdeckt war.
  • Vollkalibrieren von abgeschossenen Hülsen bedurfte nie eines erhöhten Kraftaufwands. Die Schleifspuren des Vollkalibrierens waren im Bereich des Hülsenbodens stets minimal, im Bereich des Hülsenhalses naturgemäß deutlich.
  • Alleiniges Halskalibrieren bereits abgeschossener Hülsen mit Anfertigung von Patronendummies ergab keine Probleme beim Laden/Repetieren des Verschlusses – somit keine Hinweise auf „Ausbauchen“ der Hülsen aufgrund erhöhten Gasdrucks.
  • Maximal zulässiger Gasdruck wird um 700 bar (entspricht 18% Differenz zum Maximalwert) unterschritten.
  • Keine Warnhinweise durch Software Quickload.

 

Das war nun ein recht trockener Beitrag zum Thema Wiederladen. Ich halte nicht aus Trotz an meiner Laborierung fest, sondern tue das nach sorgfältiger Auswertung aller Informationen, die ich bekommen konnte. Ich will mit diesem Beitrag auch niemanden dazu animieren, die Ladeempfehlungen der Hersteller generell zu überschreiten, für die meisten Sportschützen ist das auf den disziplinenkonformen Distanzen auch gar nicht notwendig. Sollte ich jemandem mit Long-Range-Ambitionen nützliche Anregungen geliefert haben, so freut mich das. Die letzte beobachtete Reichweite meines Schwedenmausers mit meinen o.g. Ladedaten beträgt übrigens 1350m. Weitere Kommentare oder Anregungen zu diesem Beitrag sind herzlich willkommen!

Kompensator für Remington 870

Hier nur eine kurze Info über die neueste Variante eines Kompensators, der konstruktiv an eine Remington 870 angepasst wurde. Durch den relativ weit vorne befindlichen Kornträger habe ich mich für eine Aussparung entschieden, wodurch die Klemmung dann letztlich auf der Unterseite des Kompensators erfolgen musste. Das war in diesem Fall noch möglich, weil vom Ende des Konträgers bis zur Laufmündung noch genügend Distanz übrig war, eine Klemmung überhaupt realisieren zu können. Ansonsten sind die äußeren Dimensionen mit Länge/Breite/Höhe 88/40/30mm gleich geblieben.

 

Berichte zu weitere Kompensatoren finden sich hier:

Benelli M3

Benelli M4

Beretta 1301 Tactical

IWA 2019

Ich bin nach zwei Jahren Pause erstmalig wieder auf der IWA und möchte in diesem Beitrag über die Hersteller und Produkte berichten, die auf der Messe mein Interesse geweckt haben. Das ist natürlich so ´ne Sache, denn man bleibt automatisch an den Ständen hängen, für deren Produkte man sich selbst am meisten interessiert oder deren Kauf man in der Zukunft beabsichtigt. Ich hab mich auch dieses Mal bemüht, nicht nur die großen „Mainstream-Firmen“ abzuklappern, über die man in der Fachliteratur sowieso schon genug lesen kann. Für mich gab es auf der Messe zwei persönliche Highlights: Das war zum einen die Firma EAW mit Ihren Schwenkmontagen und die Firma Chiappa mit Ihrem neuen CBR-9 „Black Rhino“. Zu letzterem werde ich nochmal einen gesonderten Beitrag auf dem Blog veröffentlichen, bitte habt hier noch etwas Geduld! Erwähnenswert finde ich außerdem die Menge an türkischen Ausstellern und deren Schwerpunkt auf Flinten. Ich habe mich an einem Stand mal etwas länger über diese Tatsache unterhalten und erfahren, dass Flinten eine sehr lange Tradition in der Türkei haben. Ich weiß nicht genau wo, aber die Herstellung dieser Waffen hat dort wohl auch noch einen geografischen Schwerpunkt mit über 80 ansässigen Firmen. Mir leuchtet jetzt ein, warum so einige türkische Hersteller teilweise recht auffällige – wenn nicht gar kuriose – Flinten anbieten. Man will die Tradition pflegen und doch noch aus der Masse herausstechen…

 

Aimpoint

Marvin war auf der Suche nach einem neuen Rotpunktvisier, so haben wir bei Aimpoint einige Produkte getestet. Aimpoint beliefert ja bekanntermaßen auch das Militär, weshalb die Produkte zuverlässig und robust sein müssen. Allerdings konnten wir beide dem Rotpunkt keinen scharfen Rand abgewinnen. Eigentlich schade, die Produkte sind ja schon recht hochpreisig. Die Produkte „Fastfire 3“ von Burris oder das Falke NV konnten hingegen mit wirklich scharfen Rändern überzeugen. Die auf den Bildern gezeigte Optik, die es erlaubt, Ziele um die Ecke stehend anzuvisieren hatte nebenbei bemerkt keine schöne Verarbeitung des Gehäuses…

 

 

Arm Tac

Hier geht´s auch gleich los mit den erwähnten türkischen Flinten. Auffallende Farbgebungen und ein rotierendes Röhrenmagazin bei den Bullpub-Flinten. Sieht schon beeindruckend aus… Die Kapazität des kompletten Röhrenmagazins beträgt übrigens 15 Schuss.

 

 

ATA Arms

Ein türkischer Hersteller, der – natürlich – Flinten im Programm hat. Diesmal lag unser Augenmerk aber mehr auf dem Präzisionsgewehr „ASR“. Ich durfte leider nicht alle Einzelheiten im Detail fotografieren: Es handelt sich um ein Multi-Kalibergewehr mit Wechselläufen und Wechseleinsätzen zur Aufnahme verschiedener Magazine. Der Verschlusskopf kann durch Demontage an das gewünschte Kaliber angepasst werden, wobei nur der Verriegelungskopf ausgewechselt wird. Ansonsten hat das Gewehr durch eine gute Verarbeitungsqualität einen weichen Schlossgang und einen wirklich guten Abzug überzeugt. Ich hätte sehr gerne mal die Präzision getestet! Beim ASR handelt es sich noch um eine Neuentwicklung, deren Vermarktung aktuell erst noch starten soll, eine Preisauskunft gab es deshalb leider noch nicht.

 

 

BAM

Ich weiss leider nicht mehr so genau, weshalb ich hier auf den Auslöser gedrückt habe, was aber nichts Schlechtes heißen soll!

 

 

Barak Arms

Ein weiterer türkischer Hersteller von Waffen mit farblichen Varianten von Flinten. Sehr gelungen finde ich den Kompensator durch seine nach hinten geneigten und gleichzeitig gepfeilten Schlitzfräsungen. Meiner Meinung nach stilistisch gelungen – bleibt nur zu hoffen, dass den Schützen beim Schuss keine Gase oder Partikel entgegenkommen.

 

 

Barrett

Am Stand von Barrett habe ich einen kurzen Blick auf den Einzellader M99 geworfen. Er ist wie auf dem Bild ersichtlich, in zwei Kalibern und wahlweise in zwei Farben erhältlich. Als M95 ist das Gewehr übrigens in einer Variante als Mehrlader erhältlich.

 

 

Battle Arms

In den letzten Jahren ist deutlich mehr Farbe in den Schiesssport gekommen. Bei Battle Arms habe ich deswegen die nachfolgend gezeigten Gewehre und Pistolen abgelichtet.

 

 

Brownells

Wer kennt diese Firma nicht? Das unglaubliche Online-Angebot an Zubehör- und Ersatzteilen dürfte hinlänglich bekannt sein. Einige interessante Zubehörteile habe ich mal im Detail fotografiert. Bei den AR´s befindet sich der Durchladehebel übrigens innerhalb des Tragegriffs. Sieht auf den ersten Blick aus, wie ein zweiter Abzug…

 

 

Cabot Guns

Sehr schöne 1911er, mir hat es hier besonders die einfarbige graue Pistole angetan! Für mich preislich aber uninteressant. Wo die 320 Diamanten (Schild auf dem letzten Bild) eingesetzt sein sollen, habe ich leider noch nicht entdeckt. Vielleicht wurde die betreffende Waffe erst später in die Vitrine gestellt?

 

 

Canik

Sowas in der Art der TP9 SFx suche ich für mich noch. Ein einfacher Anschlagschaft ist mir dabei aber ehrlich gesagt noch zu wenig, ein paar Anbauteile sollten dann auch noch dran, deshalb suche ich nach einem System mit etwas mehr Gehäuse und einigen Rails…

 

 

Chiappa

… und hier bin ich fündig geworden!

Chiappa hat auf der IWA 2019 Ihren Prototypen der neuen CBR-9 „Black Rhino“ vorgestellt. Ich bin begeistert!!! Ein Mitarbeiter der Firma hat sich zudem sehr viel Zeit und Mühe gegeben, alle unsere Fragen zu dem System zu beantworten, wobei wir sogar etliche Detailfotos aus dem Inneren der Waffe machen durften. Dieser Stand war ein Highlight für mich, da ich persönlich schon lange mit dem Gedanken spiele, mir ein Carbine-ähnliches System oder einen „Pistol-to-Carbine“-Stock zuzulegen. Mit einem voraussichtlichen Preis von knapp 1700 Euro wollte ich das System am liebsten gleich kaufen – Qualität und Ausstattung haben mich restlos überzeugt! Als Importeur für Deutschland wurde mir die Firma Leader Trading genannt, erhältlich dürfte es dort ab Oktober 2019 sein. Aber so wie es aussieht, wird das System aufgrund seiner Bauart wohl nur Behörden oder vielleicht noch Jägern vorenthalten sein. Ein Jammer! Wie eingangs beschrieben, werde ich diesem System nochmal einen kurzen gesonderten Bericht auf diesem Blog widmen.

 

 

Cold Steel

Wie heisst es so schöne in „Bube, Dame, König, Gras“ (1998)?: „Knarren für die Penner, Messer für die Männer“. Ja, cooler Spruch, schmerzt mich trotzdem ein bischen… Der Stand von Cold Steel zieht mich immer wieder an. Viele der Produkte muss ich nicht wirklich haben, aber einige davon sind schon wirklich nett. Die Bilder zeigen so Einiges aus dem Produktportfolio, vieles davon ist in Deutschland mittlerweile verboten. Nach meinem Lieblingsmesser – dem SRK – gefragt, habe ich erfahren, dass die ursprüngliche Version (VG1-San Mai III), die in Japan hergestellt wurde, nun wieder aus thailändischer Produktion erhältlich ist. Für Liebhaber von Messern dürfte das wohl keine neue Info sein, ich hinke da sicherlich hinterher. Ich konnte mir jedenfalls ein SRK der frühen Produktion aus Japan sichern und halte eisern daran fest.

 

 

Dickinson

Schicke Flinten in ausgefallen Farben. Dem Namen nach ausnahmsweise mal nicht aus der Türkei.

 

 

Dynamic Arms Research

Der Stand von DAR war recht gut besucht. Über die Qualität der Waffen kann ich mir leider kein Urteil erlauben, bei einer Recherche für den Eigengebrauch bin ich vor langer Zeit auf deren Homepage aber auf eher hochpreisige Systeme gestoßen. Die Farbvarianten die ausgestellt wurden haben mich hingegen begeistert. Nichts gegen schwarz, aber das haben viele.

 

 

EAW

Die Produkte von EAW habe ich mir auf der IWA mal genauer anschauen dürfen und ich muss sagen, dass ich absolut positiv überrascht war! Ich muss ganz kurz ausholen und ehrlicherweise zugeben, dass ich die Produkte von EAW eher einem jagdlichen Kundenstamm zugeschrieben habe. Das war auch der Grund, weshalb ich mich bisher nicht näher mit den Produkten befasst habe. Seit der IWA gehört das nun der Vergangenheit an: Nicht nur, dass Marvin und ich dort ein sehr langes und angenehmes Gespräch über die Produkte geführt haben (die leckeren Cocktails haben das abgerundet – vielen Dank dafür!), ich konnte mich auch persönlich von der hohen Qualität der Produkte überzeugen. Mein besonderes Augenmerk galt dabei der sog. „Schwenkmontage“. Ein System aus ZF-Ringen und zugehörigen Basen, die ein absolut spielfreies Auf- und Absetzen des ZFs erlauben! Nachdem ich erfahren habe, dass dieses System nun auch für die Picatinny-Schiene erhältlich ist, war ich regelrecht begeistert. Im Vergleich zu Jägern ist bei Sportschützen ja eine noch höhere Präzision des Gewehrs gefordert, zumindest ist bei Letzteren ja der Streukreis das alleinige Hauptthema 😉. Jedenfalls sehe ich mit den Schwenkmontagen von EAW ein Wechsel des ZFs vom einen zum anderen Gewehr nicht mehr als problematisch an. Klar, die unteren Basen der Montageringe müssen auf dem jeweiligen Gewehr – dort verbleiben sie montiert – natürlich einmalig ausgerichtet sein. Ist das aber einmalig für die Gewehre geschehen, kann das ZF mitsamt den Montageringen aber problemlos auf mehr als einem Gewehr genutzt werden. Das Einzige, was es dann noch zu beachten gilt, ist die für jedes Gewehr und seinem Kaliber zugehörige Einschießdistanz – diesen Klickwert am ZF sollte man sich noch vermerken. Die Rechnung ist einfach: Zum Preis von ca. 300 Euro für Montageringe inkl. Basen bekommt man kein hochpreisiges ZF. Der Ringsatz alleine kostet ca. 200 Euro, den benötigt man meist nur ein Mal. Folglich dürfte der Basensatz, den man häufiger benötigt, auf ca. 100 Euro kommen.

 

 

Eickhorn

Da ich mich vorwiegend für Schusswaffen interessiere, bin ich am Stand von Eickhorn nicht allzu lange geblieben. Ich habe die Gelegenheit genutzt, mir mal all die Bundeswehr-Kampfmesser anzuschauen, mit deren Kauf ich mal geliebäugelt habe. Eine Neuheit habe ich fotografiert: Ein Taschenmesser mit einer scherenartigen Kappfunktion, die im Griff integriert ist. Bei Eickhorn waren übrigens nicht alle Messer gegen Mitnahme gesichert, weshalb wohl auch eine Security anwesend war.

 

 

Eternal Arms

Türkische Flinten. Wobei ich mich frage, wie man mit dem kurzen Prügel etwas treffen will? Ist wahrscheinlich egal, wenn man nur 5m entfernt vom Ziel abdrückt…

 

 

Fab Defense

Fab Defense habe ich noch von der IWA 2016 in Erinnerung. Damals habe ich auf deren Stand einige interessante Zubehörteile gesehen und das sollte dieses Jahr nicht anders sein. Herausragend fand ich dabei die Idee, zwei kurze 10er Magazine am Boden aneinander zu koppeln, damit sie länger aussehen. Nach aktuellem Stand der Waffengesetze in Deutschland scheint das eine uninteressante Info zu sein, aber nach einem Telefonat mit einem deutschen Waffenhersteller sieht die Zukunft voraussichtlich so aus: Verbot von Handel mit LW-Magazinen mit einer Kappa von mehr als 10 Schuss ab einem bestimmten Datum. Bestandsschutz für Magazine mit einer Kappa von mehr als 10 Schuss bis zu einem bestimmten Datum, maßgebend ist das Produktionsdatum, das bei Kunststoffmagazinen leicht ersichtlich ist. Natürlich führt das Einführen eines solchen Magazins dann zur Illegalität der Waffe. Und jetzt kommt´s: Maßliche Begrenzung der Länge von LW-Magazinen. Ein 20er-Magazin das aufgrund einer Begrenzung technisch nur noch die erlaubten 10 Schuss fassen kann, fällt dann wohl auch unter die Restriktionen. Hoffen wir, dass der Quatsch nie umgesetzt wird!

 

 

Fine Ballistic Tools

Dieser Stand war 2016 in nur geringer Größe auf der IWA vertreten und hat sich mittlerweile bald verdreifacht. Carbonschäfte findet man hier hauptsächlich und jener für das Steyer AUG ist sehr gelungen! Mit einem Preis von 10.000 Euro für die Komplettwaffe aber nur etwas für Liebhaber.

 

 

FK Brno

Von der 6“ langen Pistole bin ich ja immer noch sehr begeistert, der Preis hat mich bisher aber vom Kauf abgehalten. Neu auf der IWA war eine Neuentwicklung mit 5“ langem Lauf, das für Wechselsysteme eingerichtet ist. Die Waffe ist aktuell in den Kalibern 7,5mm FK, 10mm Auto und 9mm Luger erhältlich und soll für einen Preis von unter 2000 Euro erhältlich sein. Im Set enthalten wäre dann die Waffe im gewünschten Kaliber, sowie ein Wechselsystem für ein weiteres Kaliber. Das letzte verfügbare Wechselsystem müsste dann separat gekauft werden.

 

 

Frankonia

Den Stand von Frankonia habe ich mehr oder weniger nur im Vorbeigehen betrachtet. Alles können die ja auch nicht ausstellen. Einen Eyecatcher musste ich allerdings fotografieren, denn die Lackierung war richtig klasse! Ich hoffe, das kommt auf den Bildern einigermaßen rüber. Passt eben zum Gewehr, auf meinem taktischen Kram würde ich das nicht haben wollen…

 

 

Full Conceal

Sehr beeindruckende Arbeit! Eine umgearbeitete Glock, deren Griffstück mittels Scharnier so nachgearbeitet wurde, dass beim Aufklappen das Magazin sofort einrastet und die Waffe feuerbereit wäre (sofern vorher schon durchgeladen). Wie der Name der Firma schon sagt, steht hier ein verdecktes Tragen der Waffe im Vordergrund und man war bemüht, die nach außen sichtbare Form derart abzuändern, dass keine Waffe (unter dem Kleidungsstück) vermutet wird. Anbei noch Größenvergleiche mit einer Visitenkarte und einem IPhone von Apple. Nur der Ordnung halber: Für Sportschützen tabu. Als Importeur oder Vertrieb wurde mir Civil Arms genannt.

 

 

Haenel

Bei Haenel habe ich in diesem Jahr eigentlich nichts Neues entdecken können. Die gewehre RS8, RS8 Subsonic und RS9 waren wiederum ausgestellt, der Ansturm auf diese Waffen war aber nicht mehr ganz so groß, wie ich es 2016 in Erinnerung hatte. Etwas überrascht war ich, als ich Waffen von Brügger & Thomet auf der Ausstellungsfläche von Haenel entdeckt habe. Für die USW A1 habe ich mich wegen der Schulterstütze selbst schon interessiert, aber bei mehr als 3000 Euro will der Kauf wohl überlegt sein.

 

 

Hawke

Ich habe am Stand von Hawke mal etwas mehr Zeit verbracht, um abzuchecken, ob es ein ZF mit den ungefähren Leistungsdaten meines Sightrons S-III gibt. Ich bin natürlich fündig geworden und das Angebot an Absehen sowie die Preise können sich sehen lassen. Die Klickverstellung am ZF war zwar genau, aber nicht hart rastend. Diesen Umstand habe ich im Verlauf der IWA aber noch häufig festgestellt, auch bei höherpreisigen ZFs.

 

 

Heckler & Koch

Neben Altbewährtem habe ich mir hier mal die Varianten der MP5 näher angeschaut. Dieses Modell war ja bis vor Kurzem nur als Nachbau eines türkischen Herstellers erhältlich.

 

 

Hermann Historica

Historische Waffen sind nicht so mein Ding, aber die ausgestellten Exponate waren wirklich sehr schön anzusehen!

 

 

Hunt Group

Hm, ich bin am überlegen, ob es auf dem Stand auch was anderes als Flinten gab. Ich hab´ jedenfalls nur solche fotografiert. Eine bemerkenswerte Variante ist die doppelläufige halbautomatische Flinte – krass! Ob man mit der sinnvoll schießen kann, würde mich mal interessieren.

 

 

IR&D

Hierbei handelt es sich um einen belgischen Hersteller, dessen thermale Vorsatzgeräte schon direkt am ZF befestigt werden können. Das Nano2 wurde mir mit einer (recht großen) Preisspanne von 7.000-12.000 Euro genannt. Was die beiden verzierten Gewehre in der Vitrine mit dem Hersteller zu tun haben, hätte ich mal besser vor Ort gefragt.

 

 

Intersec LLC

Hierbei handelt es sich um einen amerikanischen Händler, der Produkte verschiedener Hersteller anbietet.

 

 

Janz

Das Fachgebiet sind Revolver, unschwer zu erkennen. Die optische Veredelung von mancher Waffe finde ich allerdings sehr gelungen. Ich frage lieber nicht nach dem Preis…

 

 

Kral Arms

Ein weiterer türkischer Hersteller auf der langen Liste der Aussteller. Die Flinten im Bullpub-Design finde ich ja schon geil!

 

 

La Patcheria

Jeder, der was auf sich hält, trägt das natürlich mit einem Patch zur Schau. Da nehme ich mich auch nicht aus. La Patcheria bedient dieses Klientel und dazu auch noch mit einer ganzen Reihe von anzüglichen Patches. Jenes von Bud Spencer und Terence Hill hat mir ganz gut gefallen. Auch die Flaggen der berüchtigsten Piraten gab es als Patch, das Foto davon ist allerdings nicht scharf geworden, schade!

 

 

Laugo Arms

Laugo Arms hat eine Pistole namens „Alien“ im Kaliber 9mm Luger auf den Markt gebracht, die mit eher unkonventionellen Design und unkonventioneller Technik daherkommt. Lest dazu bitte mehr in einem der nächsten Beiträge von Marvin. Der Preis wurde uns mit ca. 3.500 Euro mitgeteilt.

 

 

MDT

Bei MDT habe ich mal ein bischen Benchmarking betrieben und deren Produkte genau unter die Lupe genommen. MDT hat übrigens 10- als auch 12-Schuss-Magazine für das Kaliber .308 Win. auf den Markt gebracht, die aufgrund Ihres Profils in die Chassis-Systeme für die Remington passen. Ebenfalls passend für Savage 10BA, SMH-Büchse, Ruger Precision Rifle. Mit einem Preis von ca. 75 Dollar ist es auf dem deutschen  Markt in Euro dann hoffentlich eine gute Alternative zum teuren Magazin von Accurate Mag, für das ich in Deutschland schon Preise bis 160 Euro gesehen habe. Erwähnenswert bei diesen Magazinen ist noch, dass sie nach oben hin eine Formschräge besitzen, die das Einführen erleichtern soll.

 

 

Meopta

Auch hier habe ich eine alternative zu einem Sightron S-III gesucht und bin beim Optika6 hängen geblieben. Mit einem Preis von ca. 600 Euro kommt man vergleichsweise günstig weg.

 

 

Mohoc

Wie der Herr, so´s Gescherr… Mehr fällt mir dazu nicht ein.

 

 

Mossberg

Bei Mossberg hat mich nur die gezeigte Pump-Action-flinte mit Stangenmagazin näher interessiert, viel mehr war da nicht für mich.

 

 

Norlite / Verex

Den Stormtrooper-Helm habe ich schon von Weitem erblickt und ihn für ein Accessoir auf der Ausstellfläche gehalten. Erst bei näherer Betrachtung ist mir klar geworden, dass hier Star Wars-Fans in Personalunion mit Sportschützen voll auf Ihre Kosten kommen. Mit dem F-17 Blaster kann man eine voll funktionsfähige Schusswaffe des Herstellers Norlite zu einem Preis von ca. 1500 Euro kaufen. Die Firma Verex übernimmt für dieses Modell die optische Veredelung und mit dem Vertreter dieser Firma habe ich mich so eingehend unterhalten, dass ich heute leider keine näheren Angaben zum Kaliber des F-17 Blasters machen kann.

 

 

Omega Arms

Mit einem vierfachen Röhrenmagazin geht doch immer noch eine Schippe drauf!

 

 

PJL Targets

Für deutsche Sportschützen sind solcherlei Zielscheiben leider verboten. Ja, leider! Nicht dass ich jetzt gesteigerte Lust darauf hätte, ständig auf solche Scheiben zu schießen. Aber ich kann mir schon denken, dass das Verbot daher rührt, den Sportschützen dahingehend zu erziehen, seinen Tötungsdrang (der ihm generell unterstellt wird) nicht auch noch zu trainieren. Mir fällt dazu spontan die selten-dämliche Debatte über sog. „Killerspiele“ in Deutschland ein (80er/90er Jahre), weil sie ja Vorbild für ach so viele Gewalttaten hierzulande waren. Zum Glück ist dieser Quatsch vorbei! In Deutschland ist die Spieleentwicklung zu einem Industriezweig geworden, deren Messe (z.B. E3) mittlerweile von Politikern eröffnet wird. Vielleicht gibt es also auch noch Hoffnung für den Schiesssport.

PJL Targets 01 

 

Savage Arms

Savage Arms baut richtig gute Gewehre, das haben sie mit meiner 10 BA bewiesen. Leider war das Gewehr mit damals 2.700 Euro damals verhältnismäßig teuer. Aber dann kam ja Ruger mit seinem Precision Rifle und hat mit einem Kampfpreis von 1.600-1.800 Euro richtig Bewegung in das Segment gebracht. Es wurde im taktischen Bereich also die „Stealth“-Variante auf den Markt gebracht, die bei Erscheinen 2016 durch Weglassen vieler nützlicher Features einfach nur auf billig getrimmt war. Schaue ich mir die heutigen Bilder an, hat sich daran leider nicht viel geändert: Abgesetzte Pica-Schiene für Vorsatzgeräte, Pica-Schienen auf 3- und 9-Uhr, Mündungsfeuerdämpfer und höhenverstellbare Schaftkappe sind weg! Das sind teilweise wesentliche Features eines Sportschützengewehrs! Das RPR hat das immer noch, an der 10 BA Stealth fehlt es bis heute – was soll das?

Immerhin, die halbautomatischen Gewehre MSR-10/MSR-15 kommen in den Bewertungen der Fachzeitschriften sehr gut weg. Mit der Farbe Sand/FDE ist dann auch etwas für mich dabei.

 

 

 

Sig Sauer

Bei Sig Sauer habe ich im Bereich der Pistolen nicht viel Neues entdecken können. Mit den Serien X-five und X-six kamen in den letzten Jahren ja recht teure, aber auch sehr hochwertige Waffen auf den Markt. Die aktuellen Neuerungen haben sich meines erachtens nach dann auch eher darauf beschränkt, die Schlitten besagter Waffen nochmals zu skelettieren. Erwähnenswert ist noch die von Sig Sauer gewonnene Ausschreibung für die Pistole M-17 des US-Militärs.

 

 

Sightron

Ich nenne mittlerweile zwei ZFs Typ S-III der Marke Sightron mein Eigen und bin nach wie vor sehr zufrieden damit. Sie sind unter den bei Kollegen gängigen Marken mit ca. 1.100-1400 Euro preislich im Mittelfeld angesiedelt, die Qualität nenne ich für diesen Preis richtig gut. Auf der Messe habe ich mir deshalb mal das neue Modell Sightron S-V angeschaut. Immer noch gute Verarbeitung, gutes Bild, soweit man das im Getümmel der Halle beurteilen kann. Aber: Das harte Einrasten der Verstelltürme wie bei meinem S-III vermisse ich hier. Die Verstellung ist keineswegs ungenau, aber auffällig war das schon. Das nächste Glas, das ich am Stand getestet hatte, war wieder ein S-III und siehe da: Das altbekannte harte Rasten war wieder da! Kleiner Trost: Das etwas weichere Einrasten (bzw. ein wenig Flexibilität rund um den Rastpunkt in beide Richtungen) habe ich übrigens auch bei den ZFs von Steiner und Kahles bemerkt.

 

 

Silky

Ein kleiner Abstecher in Richtung Outdoor und Camping. Diese Produkte sind mir bereits 2016 aufgefallen. Da der Beitrag vom alten Blog nicht übernommen wurde, sei der hersteller hiermit nochmal erwähnt. Bei den kleineren Handsägen ist das Sägeblatt übrigens mittels zweier Rastpunkte in verschiedenen Winkel arretierbar, auf einem der Bilder kann man das erkennen. So kann man auch auf geraden, flachen Untergründen noch sein Objekt durchsägen.

 

 

Smith & Wesson

An diesem Stand habe ich mich nur kurz aufgehalten, weil ich den Eindruck hatte, dass wie in den Jahren zuvor schon die gesamte Produktpalette an der runden Theke verfügbar war. Selbst an den Wänden habe ich alte Bekannte wiedergesehen. Zwei neue Sachen habe ich in der schallgedämpften Pistole und in dem Schalldämpfer für das AR-15 gefunden. Schickes Design!

 

 

Steyer Arms

Das Steyer Monobloc habe ich auf der IWA zum ersten Mal gesehen. Ich kann leider nicht sagen, ob es nicht vielleicht schon ein Modell aus 2018 war, denn als Neuheit wurde es nicht explizit gekennzeichnet. Mit einem Preis von 4.000 Euro ist das aber nicht wirklich ein günstiges Angebot. Die Farbgebung und äußerlich erkennbare Verarbeitung waren aber gut. Das Steyer SSG M1 hat vom optischen Eindruck her voll meinen Geschmack getroffen. Die Verarbeitung war gut und für ein Präzisionsgewehr hat es alle Features gehabt, die ein modernes Gewehr auf dem Markt heutzutage so hat. Der Abzug war gut, ich habe auf der Messe aber auch bessere gesehen, bzw. ausprobiert. Der Preis ist für mich aber leider völlig überteuert.

 

 

Tanfolio

Ich glaube, dass die wenigen Bilder von diesem Stand der Marke nicht gerecht werden. Leider habe ich mich auch mehr mit den dortigen Pistolen befasst und kann daher nichts weiter über Qualität oder Verarbeitung sagen. Schade, das sollte ich mal nachholen!

 

 

Tikka

Tikka  hatte natürlich alle seine Klassiker am Start. Gänzlich Neues habe ich auf dem Stand jetzt nicht entdeckt und über die T3x Tac-A1 hatte ich ja schon in diesem Beitrag berichtet. Die TRG M10, die mich schon 2016 begeistert hat, habe ich nun auch in einem für mich ansprechendem grau entdeckt.

 

 

UTG

Auf dem Stand von UTG habe ich einige pfiffige Artikel entdeckt. Es gab dort z.B. zwei Arten von Vorderschaftgriffen, die auf das Nötigste reduziert wurden. Eine Vielzahl von Zweibeinen war auch vorhanden, davon eines, das mit je einem Bein einfach an jede Seite des Vorschafts montiert wird. Alles in allem hat sich der Besuch gelohnt, weil ich endlich mal einen Überblick erhalten habe, was diese Firma alles so herstellt.

 

 

Van Os Imports

Hierbei handelt es sich zwar nur um einen Händler, aber irgendwie war gefühlt ein Drittel des Standes mit dieser militärischen Legovariante ausgestellt. Richtig gut, was Sluban da so herstellt!

 

 

Volquartsen

Diese außergewöhnliche Kanellierung eines Laufes war mir einfach ein Foto wert!

 

 

Waimex

Ein absolut monströser Revolver, kurz mal im Vorbeigehen mitgenommen.

 

 

Winchester

Die Neuheiten waren hier klar gekennzeichnet es handelt sich um Flinten der Serie „Defender“. Auch eine eher taktische Variante gab es davon mit Pistolengriff und Pica-Schiene, die SXP Extreme Defender.

 

 

Kompensator für Beretta 1301 Tactical

Hier nur ein sehr kurzer Beitrag über eine neue Variante des bisherigen Kompensators für eine Beretta 1301. Abgeleitet vom bisherigen Kompensator für die Benelli M4 und Benelli M3 wurde in diesem Fall nur der Bohrungsdurchmesser der Klemmnabe sowie deren Klemmlänge angepasst.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
MFD Beretta 1301_07
MFD Beretta 1301_06

Nachtrag Juni 2023:

Der Kompensator passt ebenfalls an die Benelli M1, siehe nachfolgendes Bild.

Berichte zu weitere Kompensatoren finden sich hier:

Benelli M3

Benelli M4

Remington 870