Da die Schaftkappe beim Holzschaft lediglich mit zwei Senkschrauben M5 befestigt wird, ist hier auch kein aufwändiger Umbau von Befestigungsklammern mehr notwendig. Alles in allem ist die Konstruktion dieser Schaftverlängerung dadurch denkbar einfach ausgefallen, lediglich die beiden kleinen Stege auf der Rückseite der Verlängerung wären noch erwähnenswert: Sie gewährleisten eine Vor-Zentrierung der originalen Schaftkappe auf der Verlängerung. Die originale Schaftkappe wird ergo natürlich wiederverwendet und einfach auf die Verlängerung aufgesetzt. Verschraubt wird das Ganze letztendlich mit längeren Senkkopfschrauben M5, die der Optik halber ebenfalls brüniert sein sollten.
Die Schaftverlängerung für den Holzschaft des G3 ist in den Abmessungen 15, 20 und 25mm verfügbar.
Nachfolgend ein gut erhaltener Schaft mit einer Schaftverlängerung von 20mm:
Und ein Schaft mit 20mm Verlängerung, dem man die Gebrauchsspuren bereits ansieht:
Als ich das Triarii-Systeme von Hera Arms zum ersten Mail sah, war ich davon sofort begeistert. Glücklicherweise hatte ich damals – es dürfte so ca. 4 Jahre her sein – auch gleich die Gelegenheit, es in Verbindung mit einer Walther PPQ zu testen. Hera Arms hat das System ebenfalls in abgewandelter Form unter dem Kürzel „CPE“ für Pistolen 1911 angeboten. Schaue ich heute auf die Homepage von Hera Arms, sind die ´“Triaiiri Stock Systems“ zwar noch zu finden, aber das CPE ist leider nicht mehr aufgeführt und es scheint, als wären diese Systeme aus dem Programm genommen worden.
Schade, aber es hat damals sowieso nicht auf meine Les Baer Premier II gepasst, dafür war der linke Sicherungsflügel einfach zu groß. Eine Modifikation an der Les Baer kam für mich damals nicht in Frage und daran hat sich bis heute auch nichts geändert. Beim CPE gab es zwar den kleinen Montageaufwand, dass das Einbetten der Pistole in das Schaftsystem mit der Demontage der Griffschalen an der Pistole verbunden war, aber der Hauptgrund, weshalb ich mich letztendlich dagegen entschieden habe, war, dass der Durchladehebel mit seinem Mitnehmergestänge aus Stahl vorne am Schlitten der Pistole angreift. Das hätte über kurz oder lang definitiv zum Abrieb der Brünierung geführt und das war und ist für mich absolut inakzeptabel für eine Waffe dieser Preisklasse. Wirklich sehr schade, aber das war es mir einfach nicht wert.
Ich habe mich daraufhin damit beschäftigt, selbst ein
solches System im CAD zu entwickeln, bin letztendlich aber an der Hürde
gescheitert, das System technisch sinnvoll ohne den besagten Durchladehebel zu
gestalten und eine Befestigung über die Griffschalen beizubehalten. Die
Konstruktion habe ich damals kurz nach Fertigstellung des Designs für den
Schwedenmauser-Schaft begonnen und wie bereits erwähnt, aus o.g. Gründen wieder
abgebrochen.
Ca. 2 Jahre später greife ich dieses Vorhaben nun wieder auf. Von der Idee eines kompletten Chassis habe ich mich mittlerweile verabschiedet, denn die gleichen technischen Herausforderungen wie damals hätten mich gleich wieder begrüßt. Ich habe mich stattdessen darauf konzentriert, an der Pistole eine geeignete Stelle zu finden, an der das neue Schaftsystem leicht angebracht werden kann. Das Gehäuseteil für die Abzugsfeder der 1911er ist dafür bisher noch am besten geeignet. Es liegt günstig unterhalb des Handballens und wird durch zwei Längsnuten und einen Bolzen ausreichend im Metallrahmen der Waffe gesichert, sodass die Rückstoßkräfte ohne Probleme aufgenommen werden können. Das Rad habe ich dabei natürlich nicht neu erfunden: Mit geeigneten Schlagwörtern findet man im Internet ganz ähnliches Zubehör, teilweise „Marke Eigenbau“ teilweise sieht es nach standardisiertem Zubehör von Militär oder Behörden aus.
Um den Fertigungsaufwand und die Kosten meines Prototyps gering zu halten, sind einige Teile vom taktischen Schaft des Schwedenmausers übernommen oder abgeleitet worden. Auf eine Schaftbacke wollte ich erstmal nicht verzichten, habe später dann aber doch noch ein sehr puristisches Design ohne diese entworfen. Am Ende habe ich versucht, beide Konzepte miteinander zu vereinen, dies sind – in chronologischer Reihenfolge – die einzelnen Designs:
Wie man sieht, gibt es rund um die Waffe leider keinerlei Gehäuse mit
Picatinny-Schienen mehr. Sehr schade, ich hätte mir zu diesem Zweck
gerne noch ein Reddot zur 1911er gekauft. Auf der Suche im Netz bin ich
schließlich auf eine Sattelmontage für die 1911er Government gestoßen,
die anstelle der rechten Griffschale montiert wird. Das Teil kann man
sich bei Brownells unter nachfolgendem Link anschauen.
Die Besfestigung der Satelmontage erfolgt nicht nur über die Schrauben der Griffschalen, sondern auch durch geänderte Pins (dann mit Gewindezapfen) für das Hauptfedergehäuse und den Hammer der 1911er. Ich habe die Montage bei Ebay günstiger als bei Brownells gefunden und kurzerhand bestellt.
Die Produktion des Anschlagschafts wird demnächst starten, Ihr dürft also in absehbarer Zeit noch mindestens einen Folgebeitrag erwarten.
Mittlerweile gibt es zu dem Thema einen Folgebeitrag, den Ihr hier findet:
Hier nur eine kurze Info über die neueste Variante eines Kompensators, der konstruktiv an eine Remington 870 angepasst wurde. Durch den relativ weit vorne befindlichen Kornträger habe ich mich für eine Aussparung entschieden, wodurch die Klemmung dann letztlich auf der Unterseite des Kompensators erfolgen musste. Das war in diesem Fall noch möglich, weil vom Ende des Konträgers bis zur Laufmündung noch genügend Distanz übrig war, eine Klemmung überhaupt realisieren zu können. Ansonsten sind die äußeren Dimensionen mit Länge/Breite/Höhe 88/40/30mm gleich geblieben.
Berichte zu weitere Kompensatoren finden sich hier:
Hier nur ein sehr kurzer Beitrag über eine neue Variante des bisherigen Kompensators für eine Beretta 1301. Abgeleitet vom bisherigen Kompensator für die Benelli M4 und Benelli M3 wurde in diesem Fall nur der Bohrungsdurchmesser der Klemmnabe sowie deren Klemmlänge angepasst.
Nachtrag Juni 2023:
Der Kompensator passt ebenfalls an die Benelli M1, siehe nachfolgendes Bild.
Berichte zu weitere Kompensatoren finden sich hier:
Es ist ein gutes Gefühl, wenn man mit der Leistung seines Gewehres vollends zufrieden ist! Dann hat man nämlich Zeit für Spielereien und die nächste möchte ich hier kurz vorstellen:
Mein Monopod für den Schwedenmauser.
Möglichst einfach sollte es in der Herstellung sein, deshalb habe ich mehr oder weniger auch nur einen simplen Gewindezapfen konstruiert, auf einen Klappmechanismus habe ich komplett verzichtet. Die Auflagefläche ist am „Fuss“ natürlich etwas größer ausgefallen und das Gewehr steht nun sicher auf drei Beinen. Ich wollte keine zu kleine Gewindestange verwenden und habe mich für eine mit Durchmesser 12mm entschieden. Da ich das Gewehr auch für Wettkämpfe verwenden möchte, sollte die Höhenverstellung fein ausfallen, ich habe deshalb ein (Fein-)Gewinde M12x1,25 gewählt. Eine Gewindestange M12 konnte ich ohne Weiteres leider nicht mehr in der ursprünglichen Bagrider-Kufe unterbringen, weshalb ich eine neue mit größerer Breite konstruiert habe. Der Größenunterschied fällt kaum auf, auf dem folgenden Bild ist die Kufe montiert.
Da ich im oberen Bereich des Gewindeendes auf eine Klemmung oder Konterung verzichten wollte, habe ich ein feines Gewinde mit geringer Steigung gewählt, wodurch dann eine gewisse Selbsthemmung erreicht wird, sodass sich das Monopod während des Schießens nicht mehr selbst verstellen kann. Ob das bei einem „normalen“ Gewinde M12 nun der Fall gewesen wäre, bezweifle ich mittlerweile, aber den Vorteil der feineren Höhenverstellung habe ich nun zumindest.
Da ich noch keine konkrete Vorstellung davon hatte, wie viel Gewindelänge eigentlich nötig ist, um sein Gewehr auch auf Distanzen bis ca. 1200m schießen zu können, habe ich zunächst 140mm gewählt. Das hat sich später als zu lang heraus gestellt, sodass ich davon gleich mal wieder 15mm abgeschnitten habe. Da meine kleinste Schießentfernung 100m ist, reicht es auch, wenn der Gewindebolzen bei dieser Entfernung gerade noch so aus der Bagrider-Kufe heraus schaut – zu diesem Zweck wird das Gewinde nochmals um 10mm gekürzt werden. Um den Schusswinkel zu erhöhen, dreht man das Gewinde ohnehin wieder hinein. Für einen möglichst großen Verstellbereich hin zu weiten Distanzen ist es deshalb vorteilhaft, oberhalb der Bagreider-Kufe einen ausreichenden Freiraum zu haben. Das ist bei mir konstruktiv durch die Schaftstrebe leider begrenzt. Für alle Fälle befinden sich aber nochmals 50mm „Reservegewinde“ im langen Auflagefuss des Monopods.
Beim Schießen habe ich dann zwei gravierende Dinge festgestellt:
Der Einschießtisch in unserem Verein besitzt eine filzartige Oberfläche, die sich bei Verwendung eines Monopods als richtig flexibel heraus stellt. Geht man in den Anschlag, lastet natürlich etwas Gewicht auf der Schaftbacke, das überträgt sich nun auf die relativ kleine Auflagefläche des Monopds und verursacht einen größeren Druck auf die Unterlage. Diese gibt nach und infolge dessen darf sehr oft nachjustiert werden. Kein Problem, geht ja sehr schnell, muss aber gemacht werden…
Viel wesentlicher ist der Umstand, dass der Hinterschaft gar nicht mehr so geführt ist, als wenn man einen Sandsack verwendet. Dass ein Sandsack gegenüber einem Monopod durch die Auflage und seitliche Stabilisierung der „Ohren“ präzisere Ergebnisse liefert, war mir vorher schon bekannt. Nur jetzt hab ich es erstmals auch selbst erfahren. Dadurch, dass man die Ohren des Sandsacks gut beidseitig greifen kann, wird der Schaft erheblich besser geführt, was natürlich Ausschlag gebend für ein präzises Trefferbild ist.
Das Monopod ist nach einer Zeit des Trainings also sicherlich gut beherrschbar, ich bleibe aber aktuell noch beim Sandsack. An den bin ich schließlich auch gewöhnt…