Änderung des Waffengesetzes: Waffenschränke

Der eine oder andere mag es bereits mitbekommen haben, dass eine Änderung des deutschen Waffengesetzes bevorsteht. Wieviele Änderungen es genau geben wird, ist mir aktuell nicht bekannt, allerdings wird es eine wesentliche Änderung bezüglich der dann vorgeschriebenen Klassen von Waffenschränken geben. Der erstmalige Waffenbesitzer (oder der, dem die Kapazität der alten Schränke nach VDMA ausgeht) wird nach Inkrafttreten dann also schwerere Waffenschränke kaufen müssen, um seine Waffen darin aufzubewahren. Für Sportschützen und Jäger in Mietwohnungen könnte dies zu Problemen führen, wenn die Statik plötzlich eine wesentliche Rolle spielt – vom höheren Kaufpreis mal ganz abgesehen. Noch ist es aber nicht soweit und ein Bestandsschutz für bereits gekaufte Schränke wird es auch geben – soviel ist schonmal beschlossen.

Das Forum Waffenrecht geht in diesem Artikel näher auf die ganzen Details ein.

Ich habe mir – auch aus diesem Grund – deshalb vor Kurzem noch einen weiteren Schrank zugelegt. Mit knapp 250 Euro für einen 5er A/B-Schrank von Burg-Wächter hält sich die Investition auch noch in Grenzen. Ein wesentlicher Punkt war aber der neue Schwedenmauser mit 1300mm Länge. In einen bereits vollen Schrank kann man schließlich nichts mehr schräg von Ecke zu Ecke stellen, um noch ein wenig mehr einstellbare Länge rauszuholen. Blöd nur, dass das lichte Einstellmass aufgrund des Innenfachs auf knapp 1250mm beschränkt ist!

Vor dem Kauf habe ich mich mit dem Hersteller in Verbindung gesetzt und mich erkundigt, ob die von außen sichtbaren Schweißnähte, die das Innenfach im Schrank offensichtlich fixieren, denn die einzigen sind. Nach der Bestätigung war der Plan gefasst: Der Schrank wird gekauft und das Innenfach wird rausgetrennt!

Die Arbeit dauert etwa eine Stunde und neben einer Flex habe ich außerdem noch einen Hammer und einen Stechbeitel gebraucht. Mit dem Stechbeitel habe ich zuerst versucht, die teilweise dünnen Schweissnähte einfach wegzuschlagen, das hat aber leider nicht immer geklappt und den Stechbeitel ordentlich „Zähne“ gekostet. Erfolgreicher war das teilweise Einschneiden des Innenfachs, dadurch wurde insgesamt die Struktur geschwächt und dort, wo ich die Schweissnähte schon teilweise entfernt hatte, konnte dann damit begonnen werden, die Blechfelder hin und her zu biegen, bis das Material an den verbliebenen Nähten schließlich gerissen ist. Die lichte Einstellhöhe beträgt nun 1445mm, das ist mehr als ausreichend!

Burg Wächter 1

 

Burg Wächter 2

Burg Wächter 3

Paintjob Zielfernrohr

Tac Vector Optics Paintjob 01

Da die meisten Zielfernrohre in der Farbe schwarz hergestellt werden, ist es bei außergewöhnlichen Waffenfarben manchmal stimmig, wenn das ZF dann zum Erscheinungsbild des Gewehrs passt. Aus diesem Grund beschreibe ich hier meine Arbeitsschritte zum Lackieren des bereits vorgestellten Zielfernrohrs Tac Vector Optics 3-18×50. Wie zuvor erwähnt, findet sich das Glas eher im unteren Preissegment wieder, bei hochpreisigen Zieloptiken habe dann auch ich so viel Ehrfurcht, dass eine Lackierung besser unterlassen wird. Es würde den Wiederverkaufswert zudem natürlich verringern, insbesondere, wenn etwas schiefgeht.

Alternativ wäre es aber auch möglich, eine Zieloptik zunächst mit Gewebeband (erhältlich z.B. bei ASMC) abzukleben und erst dann zu Lackieren. Das ist nicht gerade weniger Aufwand, denn man muss das gesamte Objekt bekleben, nicht nur an den Stellen, an denen man nicht lackieren möchte. Aber vielleicht gibt einem diese „zweite Haut“ ja die Sicherheit, sich auch mal am Lackieren einer Optik zu versuchen. Ich jedenfalls habe die Erfahrung gemacht, dass der von mir benutzte Wasser-basierende Lack problemlos wieder mit Spiritus abgewaschen werden kann. Andere, aggressivere Flüssigkeiten würde ich nicht nehmen, weil ich Angst hätte, dass sie die Oberflächen der Linsen angreifen könnten.

Für das Abkleben des ZFs sollten ca. 2 Stunden Arbeit eingeplant werden, als Arbeitswerkzeuge empfehle ich folgende Materialien:

  • Elektrisches Isolierband (es saugt sich nicht mit Farbe voll und ist gut lösbar)
  • Panzerband (für´s Grobe)
  • Neue und unbenutzte Klinge vom Teppichmesser
  • De-Make-up-Pads und / oder Patches
  • Wattestäbchen und Spiritus (zum Reinigen, falls etwas schief geht)
  • Halterung oder Aufhängung jedweder Art für das ZF
  • Gummihandschuh(e)

 

Zuerst sollte man sich überlegen, auf welche Skalen oder Markierungen man am Glas ggf. verzichten kann und auf welche nicht. Möglicherweise sind bestimmte Teile ja auch demontierbar, in diesem Fall waren es die drei Verstelltürme. Da sie sowieso am meisten beansprucht werden, würde hier die Farbe am ehesten leiden, zudem finde ich einige schwarze Akzente an der Zieloptik angebracht – aus diesen Gründen bleiben sie unlackiert. Vor der Demontage sollte man – wenn nötig – gewisse Türme in eine Rastposition bringen, damit sie später wieder korrekt montiert werden können. Das war in meinem Fall nur für den Parallaxeturm notwendig, die beiden anderen Türme kann man sowieso nullen und die darunter liegende Graduierung sollte ohnehin nicht lackiert werden. Überlackierte Punktmarkierungen werden nach dem Paintjob einfach mit einem feinen wasserbeständigen Filzschreiber wieder „nachgezeichnet“.

Mit dem Okular geht es los, zwischen der Dioptrienverstellung und dem Okulartubus wollte ich keine Farbe haben und am Verstellring der Dioptrien hätte wegen des Gummis auch sowieso keine Farbe gehalten. Mit einem Streifen Isolierband, welcher der Länge nach nochmal halbiert wurde, kann man dann ringförmig abkleben (wer mehrere Rollen Isolierband zuhause hat, sollte sich jetzt schon mal  eine zur Seite legen, mit der später dann das Objektiv versiegelt wird).

Der Streifen Isolierband muss dabei nicht sauber halbiert werden. Die gerade Kante wird in Richtung Gummiring geklebt und ergibt einen sauberen Abschluss, die geschnittene Kante ragt einfach unter den Okulartubus. In den Spalt wird nie einer genauer hinein schauen und außerdem wird die schmale stirnseitige Kante des Okulartubus´ mitlackiert – die sieht man hingegen sofort.

Auf das Okularglas habe ich dann Reinigungspatches gelegt und mit Panzerband gut zugeklebt. Die Patches verhindern, dass Klebstoff vom Panzerband am Glas haftet, Farbe sollte hier auch nicht mehr durchdringen können.

Weiter geht es mit den Verstelltürmen: Nach der Demontage kamen darunter die gefetteten Lagerungen zum Vorschein. Hier habe ich am Sockel dann vorsichtig mit Wattestäbchen und Spiritus das Fett entfernt, damit dort das Isolierband einigermaßen haften kann (die Graduierungen sollten nicht mit lackiert werden, damit man noch zuverlässig Nullpunkt und Klickverstellung ablesen kann). Das war wegen mangelnder Haftung zuerst ein bischen problematisch, hat letztendlich dann aber doch noch geklappt.

Vom Objektiv habe ich erst mal den Gewindering abgeschraubt und ihn am Gewinde mit Panzerband abgeklebt. Das breite Band habe ich dann fächerförmig eingeschnitten, damit ich es auf eine stabile Unterlage kleben kann.

 

Tac Vector Optics Paintjob 12
?

Für den nächste Schritt habe ich mir die größte Rolle Isolierband, Panzerband und ein 45er Reinigungspatch zurecht gelegt, es kam dann aber doch etwas anders: Der Durchmesser des Objektivs war etwas größer als die Rolle Isolierband und mangels Malerkrepp, das ich darum wickeln wollte (zur Vergrößerung des Durchmessers, die Rolle Isolierband war zu klein), ist es dann doch selbstklebendes Filzband geworden. Das 45er-Patch noch auf die Rolle zu kleben, war mir auch zu kompliziert, so ist es ein De-Make-up-Pad geworden. Dank des dicken Filzrands konnte der Objektivstopfen nun sehr gut abdichten und halten.

Nach dem Einschießen des Glases habe ich es nicht mehr von der Leupold-Montage herunter genommen. Normalerweise arbeite ich etwas genauer, aber ich war mir sicher, die Kombination für meine Waffe nun gefunden zu haben und so erlaube ich mir diese kleine Schummelei, beides gemeinsam zu lackieren. Da man die Muttern und damit auch die Klemmschiene nicht abnehmen kann, habe ich mit Abstandshaltern aus Papier und etwas Panzerband für Abstand und Abdeckung gesorgt. Die Muttern sollen in diesem Fall schwarz bleiben, dies setzt einen schönen Akzent und die Farbe würde beim Anziehen sowieso abgehen.

Die nächsten Bilder zeigen meine improvisierte Lackierkabine und viel wichtiger noch meine Haltevorrichtung für das ZF. Hierzu habe ich folgende Lackierstrategie gewählt: Am Okulartubus erfolgt die Klemmung zum Lackieren, deshalb wir dieser erst im zweiten Schritt lackiert. Für die Klemmung habe ich ihn vollflächig mit Isolierband beklebt, da sich dieses leicht ablösen lässt, ohne Spuren zu hinterlassen. Anschließend ist noch eine Schicht Stoff darum gekommen und damit der Spass auch sicher hält, wurde das alles noch mit einer Lage Panzerband gesichert. Jetzt erst habe ich mich getraut, das ZF vorsichtig in den Schraubstock zu spannen.

Die Lackierung

Beim Lackieren gibt es für mich nur eine goldene Regel: Geduld – und zwar bei jedem Arbeitsschritt! Das fängt schon beim ausreichend langen Schütteln der Spraydose an. Es ist ferner darauf zu achten, dass nicht zu viel Farbe auf einmal aufgetragen wird und dass mehrere Schichten Farbe die Chance erhalten, auch anzutrocknen. Schließlich sollte das lackierte ZF ca. eine Woche in Ruhe trocknen, bevor es wieder zum Einsatz kommt.

 

Nacharbeit:

Die Abklebungen wurden bereits nach drei Tagen entfernt und es hat sich herausgestellt, dass hier und da doch ein wenig Farbe durchgedrungen ist.  Das ZF habe ich daraufhin weitere vier Tage trocknen lassen, bevor ich weitergearbeitet habe. Die überflüssige Farbe wird auf komplizierten aber trotzdem leicht zugänglichen Geometrien wie der Kontermutter einfach mit Spiritus und einem Wattepad abgewaschen. Auf Geometrien wie dem Verstellturm kann auch mit Wattestäbchen gearbeitet werden, hier ist dann aber darauf zu achten, dass selbiges nicht zu sehr in Spiritus getränkt ist, es könnte sonst auf den ZF-Tubus herunterfließen und viel Arbeit zu Nichte machen. Auf einfachen, jedoch schwer zugänglichen Geometrien, wie der Verstellung für die Vergrößerung, habe ich die Farbe einfach vorsichtig mit einer scharfen Klinge abgekratzt. Der Einsatz eines Wattepads oder –stäbchens war mir hier wegen der benachbarten lackierten Flächen zu gefährlich.

 

Und hier ist das Ergebnis:

Das ZF habe ich nach exakt einer Woche wieder auf das Gewehr montiert, beim Hantieren habe ich aber schon gemerkt, dass besser noch eine Woche zum Trocknen vergehen sollte.

Tac Vector Optics Paintjob 23

 

 

T-Shirt M18 Claymore

 

M18 Charcoal Front Detail

 

Die Richtmine M18A1  – auch „Claymore“ genannt – dürfte aus Film & Fernsehen sowie Videospielen bereits bekannt sein. Mehr Infos zur M18 Claymore kann man beispielsweise unter diesem Link bei Wikipedia nachlesen.

Mich hat es gereizt, die Claymore auf ein T-Shirt drucken zu lassen und mir ist klar, dass sich am Motiv wahrscheinlich die Geister scheiden werden. Wie auch immer, ich finde es jedenfalls gelungen umgesetzt.

Die nachfolgenden Bilder zeigen Shirts in den Farben Charcoal, Military Green und Tan. Die Front- und Rückenprints sind jeweils in Originalgröße der M18.

Charcoal

 

Military Green

 

Tan

 

 

 

 

 

 

 

Battlefield USA

Battlefield Las Vegas 18

Mein zweiwöchiger Urlaub an der Westküste der USA ist nun leider zu Ende und über die Erlebnisse will ich in diesem Beitrag berichten. Doch keine Angst, ich beschränke mich dabei schön brav auf das Thema des Blogs: Waffen und Gerät. Und davon gibt es in den Vereinigten Staaten mehr als genug! Nebenbei bemerkt habe ich dort wirklich Urlaub gemacht, die Besuche in den Gun Stores waren relativ kurz, auch wenn sie zahlreich erscheinen mögen.

Schon vor den Besuchen von Gun Stores konnte ich mit der B-17 Flying Fortress schweres Gerät im Einsatz sehen. Sie überflog die Queen Mary, die in Long Beach vor Anker liegt und mit einigen Anbauten von Land her kurzerhand zu einem Hotelschiff umfunktioniert wurde.

B-17

Weiterhin wurde vor diversen Einkaufszentren von Veteranen oder von Leuten mit der (meiner Meinung nach) richtigen Einstellung für Kriegsversehrte oder deren Familien gesammelt. Ich wünschte mir, dass diese Solidarität auch in der deutschen Bevölkerung herrschen würde! Leider muss man an dieser Stelle aber auch sagen, dass sowohl die deutsche, als auch die amerikanische Regierung erheblich mehr für ihre Versehrten tun könnte. Mit oder ohne Geldspende, man erhielt eine stilisierte Mohnblume als Andenken, das Symbol für gefallene Soldaten.

In Memoriam

Zwei davon lagen fortan als Zeichen unserer Solidarität gut sichtbar auf dem Armaturenbrett unseres Mietwagens. Leider konnte ich den Beamten für Parkraumüberwachung in Venice Beach damit nicht erweichen, von der Erstellung eines Parktickets abzusehen: 93 Dollar – die spinnen wohl!!! Officer Angus hatte danach seinen Spitznamen bei mir weg, Ihr könnt ihn sicherlich erraten. Natürlich hab´ ich ihm das nicht ins Gesicht gesagt, auch das ist unschwer zu erraten…

 

Kommen wir zurück zum Wesentlichen: Knarren.

 

Turner´s Outdoorsman

https://www.turners.com/

Mein erster Besuch galt Turner´s Outdoorsman in Long Beach. Hier wollte ich mal schauen, ob es nicht die in Deutschland vergriffenen 10-Schuss-Magazine für meine Savage 10 BA gibt. Leider Fehlanzeige, aber nach einem freundlichen Gespräch und einigen Telefonaten des Verkäufers mit einer anderen Filiale, konnten gleich zwei davon in Signal Hill ausfindig gemacht werden. Nichts wie hin, das Zeug abholen – ein vielleicht für die 10 BA passendes und erheblich günstigeres Magazin, sowie ein Holster für meine 1911er nahm ich auch gleich mit. Die Geschäfte in Long Beach und Signal Hill waren übrigens gut sortiert und auch gut besucht. Turner´s bietet neben Waffen und Munition auch ein erhebliches Sortiment rund um das Fischen und Jagen. Gefühlt würde ich Turner´s mit Frankonia bei uns vergleichen, mit einigen wesentlichen Unterschieden: 1. Es ist ausreichend Personal da. 2. Man geht ans Telefon, wenn´s klingelt und 3. es gibt da nicht so viele komische grüne Klamotten.

Turner´s Outdoorsman

 

Battlefield Las Vegas

http://www.battlefieldvegas.com/

Die Einfahrt auf das Areal suggeriert schon, dass man den zivilen Sektor hinter sich lässt, weil man erst mal auf eine Sandsackbarriere zufährt, die einem Checkpoint ähnelt. Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich kapiert habe, dass das eigentlich überhaupt kein Gun Store, sondern eine ausgewachsene Shooting-Range ist. Das schwere Gerät im Außenbereich habe ich zunächst für eine teure ausgemusterte Show gehalten, bis ich die zerquetschten Autowracks auf dem Hof gesehen habe. Ich war so voller Ehrfurcht, dass ich überhaupt nicht mehr daran gedacht habe, auch vom Innenbereich Fotos zu machen. Wirklich viel zu sehen gab es dort eigentlich auch nicht, weil ich erst gar nicht bis auf die Shooting Range vorgedrungen bin: Am Verkaufstresen habe ich mal einen Blick auf diverse Preise geworfen und fast 400 Dollar für das Schießen mit einem MG war mir dann ehrlich gesagt doch zu viel. Im für alle Besucher zugänglichen Areal gab es neben einer Vielzahl von Patches auch einige Artikel, die eher im Bereich Merchandise und Fun angesiedelt sind. Bemerkenswert war hier der lebensgroße Gummi-Oberkörper eines typischen Islamisten, den man als Zielscheibe mit auf die Range nehmen konnte. Battlefield Las Vegas war übrigens die einzige mir bekannte Shooting Range, bei der man sich mit Panzern, der M-134 Minigun oder sogar mit Granatwerfern wie dem M-79 austoben konnte. Auf die Frage nach Zubehör für Waffen bin ich dann zur Zweigstelle „Lock n Load“ verwiesen worden, die nicht weit entfernt lag.

Hatte ich bisher noch nicht erwähnt: Autos in der Größe eines X5, Q7 oder noch ´n Ticken größer sind in Amerika wirklich keine Seltenheit, an das Bild musste sich mein Auge erst mal etwas gewöhnen. Aber einige Exemplare waren derart groß, dass man aus dem Staunen nicht mehr heraus gekommen ist. Siehe auch das nächste Fahrzeug, das uns auf dem Weg zu „Lock n Load“ überholt hat. An einer Ampel konnte ich noch einige Schnappschüsse machen, das Kennzeichen passt natürlich wie die Faust auf´s Auge:

http://discountfirearmsusa.com/

 

Lock n Load

Die Webseite ist aus Europa leider nicht erreichbar, hier die alternative Seite auf Facebook:

https://www.facebook.com/Lock-N-Load-Tactical-129416650402766/

Das Geschäft bot neben einer reichlichen Auswahl an Kurzwaffen natürlich auch einige Langwaffen und vor allem Zubehör für selbige. Das Angebot an Magpul-Artikeln war hier schlicht überwältigend. Auffallend war, dass alles, was irgendwie mit Glock oder Sig Sauer zu tun hatte, einen deftigen Preis aufwies. Das zeigt aber auch, dass die Amis auf diese Waffen abfahren, denn auch hiervon gab es reichlich Artikel. Rückblickend hätte ich hier noch den einen oder anderen Artikel mehr mit nach Deutschland nehmen sollen, die neue Railabdeckung für mein AR-15 kann mir aber keiner mehr nehmen:

Lock N Load

Am nächsten Tag wurden zwei weitere Geschäfte besucht, von denen das erste auch einen ansehnlichen Shop aufwies:

 

Gun Garage

http://www.gungarage.com/

Hier wurde die Kamera auch im Innenbereich gezückt, beim Fotografieren habe ich mich aber auf den hinteren Teil des Geschäfts konzentriert, denn da war die Shooting Range zu finden. Eine Atmosphäre zum Wohlfühlen mit vielen hübschen Mitarbeiterinnen und Heavy Metal-Musik. Eher wenig Zubehör für Waffen, dafür aber reichlich Rucksäcke, Taschen und Funktionskleidung.

 

The Range 702

http://www.therange702.com/

Auf dem Rückweg zum Hotel habe ich noch “The Range“ besucht, hier habe ich mich aber nur sehr kurz aufgehalten. Schießen wollte ich nicht und der Verkaufsbereich war so übersichtlich, dass ich mir schon nach kurzer Zeit wie ein Fremdkörper vorkam.

The Range 702 1

 

Die nächste Zeit war dann wieder etwas Sightseeing angesagt. Unser erster Versuch, den Nationalpark im Grand Canyon zu erreichen, ist aber leider an der Vollsperrung des Highway 64 gescheitert. Grund dafür war eine Schießerei mit der Polizei. Aufgrund des Ausmaßes des Staus war davon auszugehen, dass die Schießerei kein gutes Ende genommen hat…

 

N. P. Guns

http://www.npguns.com/

Die weitere Reise hat uns durch Bullhead geführt, wo ich N. P. Guns besucht habe. Das Geschäft war eher klein, jedoch habe ich hier eine sehr freundliche Unterhaltung mit einer Angestellten geführt. Zu kaufen fand ich für mich hier leider nichts, aber zwei außergewöhnliche Handguards für das AR-15 durfte ich fotografieren: Der erste Handguard trifft mit einem eher freundlichen und blumigen Muster nicht unbedingt meinen Geschmack, aber allein der Fertigungsaufwand erhält meinen höchsten Respekt! Nicht weniger aufwändig war der zweite, eher patriotische Handguard, der den Stars and Stripes nachempfunden wurde. Was auf dem Bild leider nicht so gut rüberkommt, ist der Schriftzug „We, the people…“, die ersten drei Wörter der amerikanischen „Bill of Rights“. Mit jeweils etwas über 300 Dollar für die Handguards sind beide aber absolut erschwingliche Eyecatcher – geil!

 

Bass Pro Outdoorworld

http://www.basspro.com/

Einige Outlet-Malls später (meine Frau durfte auch nicht zu kurz kommen) war ich dann mal wieder an der Reihe. Schon vom Highway aus konnte man „Outdoorworld“ erkennen. Auf dem Gelände angekommen, hat man dann sehr schnell kapiert, dass hier nicht gekleckert wird. Stand man noch staunend vor dem  – ja was ist es eigentlich? Das Wort „Geschäft“ wird dem eigentlich nicht mehr gerecht, also nennen wir es mal „Tempel“ – fiel der Blick sogleich auf das zugehörige stattliche Fisch-Restaurant. Die Absicht war für mich offensichtlich, die Strategie zielt ganz klar darauf ab, den Besucher eine sehr lange Zeit in den eigenen Räumlichkeiten zu binden. Ob er nun Geld für Waffen und Outdoor-Artikel oder für´s Essen ausgibt, spielt dabei keine Rolle. Aus dieser Sicht bin ich selbst schon ziemlich amerikanisch ( Her mit der Green-Card!) :-).

Sehr geil fand ich übrigens den Schnappschuss, der mir vor dem Betreten des Tempels gelungen ist: Er sagt so viel über (einen Teil des) American Way of Life aus!

Bass Pro Shop 3

Drinnen ist mir dann die Kinnlade runtergefallen. Ich erinnere mich gerade an meine Kindheitstage, als ich im Hertie durch die Spielwarenabteilung gelaufen bin – und die war noch übersichtlich! Lassen wir die Bilder für sich sprechen…

 

Crosshairs USA

http://crosshairsusa.net/

Die Artikel dieser Seite sind leider nur aus den USA heraus aufrufbar, mit einem mitgebrachten Tablet oder Smartphone ist das aber kein Problem. Die Hauptseite kann man aber noch anschauen.

Als ich am Vorabend die Internetseite durchforstet habe, bin ich auf einige sehr nette Artikel gestoßen, die Auswahl daran ist übrigens sehr groß! Obwohl ich gar keine Anhängerkupplung an meinem SUV habe, hätte ich mir dort gerne eine Abdeckung dafür in Form einer M-18 Claymore gekauft. Front toward enemy. Leider sind meine Erwartungen an das Geschäft am nächsten Tag enttäuscht worden, denn es war eher klein und die darin angebotenen Artikel auch nicht so zahlreich. Das Geschäft wird wohl eher im Online-Bereich gemacht, wobei die Shops auch als eine Art Abholstation fungieren können. Nichtsdestotrotz habe ich in diesem Laden eines der längsten und angenehmsten Gespräche führen können, wobei ich Antworten auf einige brennende Fragen erhalten habe:

Wie kann es sein, dass es Geschäfte wie in Las Vegas gibt, die Kriegswaffen besitzen dürfen? Dahinter steckt die sogenannte Klasse 3-Lizenz. Sofern man deren Anforderungen erfüllt und man sich diese nicht zuletzt auch finanziell leisten kann, ermöglicht sie dann den Kauf von z.b. Panzern, Mörsern, Haubitzen, vollautomatischen Schusswaffen, Flammenwerfern und natürlich Granaten. Nicht zu fassen! Ebenfalls nicht zu fassen war der kurze Zeitraum, in dem es Amerikanern möglich ist, eine Waffe zu kaufen: Oftmals nur ein Tag für die Überprüfung. Sofern eine Online-Überprüfung möglich ist, kann dies teilweise schon in nur 20 Minuten erledigt sein! Und wir Trottel von Sportschützen warten 12 Monate bis zur Bescheinigung des Vereins, nur um dann festzustellen, dass das BKA weitere drei Monate für eine „Überprüfung“ benötigt. Aber die Mitarbeiter bei Crosshairs waren zur Abwechslung auch mal neidisch auf uns: Deutsche Waffen des zweiten Weltkriegs stehen bei den Amerikanern hoch im Kurs. Während wir einen ungeschossenen Karabiner 98 aus Lizenzfertigung und Depotbeständen schon für knappe 500 Euro kaufen können, kostet ein solches Gewehr in Amerika rund das zehnfache. Grund dafür ist eine notwendige und teure Importlizenz, die sich der Inhaber natürlich wieder vergolden lässt. Die Replikas der MP40 und des Sturmgewehrs 44 im Kaliber .22 lfB. von German Sport Guns waren übrigens wohlbekannt.

 

Walmart

http://www.walmart.com/

Ja, richtig gelesen – Walmart! Sofern es sich nicht ausschließlich um einen Lebensmittelmarkt (grünes statt blaues Logo) handelt, kann man hier ebenfalls eine Auswahl an Outdoor-Artikeln finden. Waffen werden hier nicht verkauft, dafür allerdings Munition und das eine oder andere Zubehör für Waffen. Sehr interessant fand ich das (wahrscheinlich Lego-kompatible) Spielzeug von „Call of Duty“ und „Halo“. Überaus begeistert war ich vom Patriotismus, den Walmart anlässlich der bevorstehenden Memorial-Days gezeigt hat: Aus Getränken wurden kurzerhand die Stars and Stripes mit einer salutierenden Person oder aus Bierflaschen und Fässern ein Panzer aufgebaut. Man stelle sich diese Form des Patriotismus´ mal in einem deutschen Geschäft vor!!! Unglaublich, was für ein Shitstorm aus der grünen und roten Ecke über einen herein brechen würde!!! Ich bin in dieser Hinsicht ehrlich gesagt neidisch auf das amerikanische Volk. Dort gibt es sicherlich auch dringende Probleme, die angegangen werden müssen, aber die Liebe zum Vaterland ist ungebrochen. Ganz im Gegenteil zu uns, das deutsche Volk hat sich meiner Meinung nach zu einem duckmäuserischen Einheitsbrei entwickelt, das froh ist, wenn es im individuellen Lebensbereich mal gerade nicht von der teilweise dämlichen Politik tangiert wird. Und die öffentlichen Medien verbreiten weiterhin fröhlich das Bild von Friede, Freude und Eierkuchen. Wir sollten alle mal einen Blick nach Frankreich werfen, wo die Straßen in erster Linie dazu da sind, um zu demonstrieren. Und wenn es mal gerade nichts zu demonstrieren gibt, dürfen dort gnädigerweise Autos fahren. Den Mund aufzumachen gelingt uns ja leider fast nur noch am Stammtisch…

 

 

 

 

Beschusstest an 4mm Stahlplatte

Beschusstest

Die Entstehung des obigen Bildes war eher ungeplant, aber da es nun schonmal da ist, nutze ich es mal als Lückenfüller bis zum nächsten Beitrag. Beschossen wurde eine Stahplatte von 4mm Dicke, die Ausbeulungen zu 1 & 3 betragen auf der Rückseite der Platte ca. 6-8 mm Höhe.

  1. Kaliber 9mm Luger, 25m, unbekanntes Rundkopf-Geschoss, wahrscheinlich 124 gr.
  2. Kaliber .45 ACP, 25m, Semi-Wadcutter-Geschoss aus Bleilegierung, 200 gr.
  3. Kaliber .357 Mag., 25m, H&N Kegelstumpfgeschoss (TC) aus Blei, 158 gr.
  4. Kaliber .223 Rem., 25m, Hornady Vollmantel-Boattail-Geschoss, 55 gr. Ziemlich markant finde ich hier den Wulst am Rand, der der Flugrichtung des Projektils entgegen gerichtet ist.