T-Shirt M18 Claymore

 

M18 Charcoal Front Detail

 

Die Richtmine M18A1  – auch „Claymore“ genannt – dürfte aus Film & Fernsehen sowie Videospielen bereits bekannt sein. Mehr Infos zur M18 Claymore kann man beispielsweise unter diesem Link bei Wikipedia nachlesen.

Mich hat es gereizt, die Claymore auf ein T-Shirt drucken zu lassen und mir ist klar, dass sich am Motiv wahrscheinlich die Geister scheiden werden. Wie auch immer, ich finde es jedenfalls gelungen umgesetzt.

Die nachfolgenden Bilder zeigen Shirts in den Farben Charcoal, Military Green und Tan. Die Front- und Rückenprints sind jeweils in Originalgröße der M18.

Charcoal

 

Military Green

 

Tan

 

 

 

 

 

 

 

Blackhawk Holster & Taktische Plattform

Blackhawk CQC Tactical Platform 09
Spiegelbild

Ein Holster für meine 1911er wollte ich mir schon seit längerer Zeit kaufen, es galt aber zunächst mal, sich einen Überblick zu verschaffen. Bei Sportshooter bin ich zuerst fündig geworden, dort findet sich neben „normalen“ Holstern auch eine Vielzahl von Holstern, die so gar nichts mehr mit meiner Vorstellung eines klassischen Holsters gemein haben aber trotzdem ziemlich geil aussehen. Sie sind teilweise auf das notwendigste Material reduziert, besitzen häufig vielfache Verstellmöglichkeiten und sind größtenteils für den Bereich IPSC vorgesehen. Zum Kauf eines solchen Holsters konnte ich mich nicht durchringen und so ging die Suche im eher taktischen Segment weiter – die Tiefziehholster haben es mir da besonders angetan, zunächst noch ohne genau zu wissen, für welche Disziplin sie überhaupt einsetzbar sind.

Auf der IWA 2016 hatte ich dann die Gelegenheit, mich ausgiebig umzuschauen. Am Stand von Safariland habe ich mich auch mal zu deren Produkten beraten lassen: Es gab eine ordentliche Auswahl an Holstern, die meisten davon auch noch in verschiedenen Farben. Lediglich mit einem Detail bin ich nicht klargekommen: Die mit dem Daumen zu betätigende Bügelsicherung am Holster trifft einfach nicht meinen Geschmack. Für mich sollte es ein Holster sein, das ein möglichst glattes Erscheinungsbild hat. Auf das System von Blackhawk angesprochen, teilte mir Safariland mit, dass sich nach deren Ansicht beim Ziehen der Waffe kein Zeigefinger in der Nähe des Abzugs befinden soll. Rückwirkend betrachtet ist das Argument für mich aber nicht haltbar, weil bei beiden Holstern der Abzug erst frei wird, nachdem die Waffe aus dem Holster gezogen wurde. Die Waffe mit dem Zeigefinger aus dem Holster freizugeben – wie das bei Blackhawk der Fall ist – bedeutet ja noch lange nicht, dass man den Abzug auch sogleich erreichen kann.

Schließlich habe ich mich für das CQC-Holster von Blackhawk entschieden, es erschien mir am vielseitigsten in den Anwendungen, den Trageweisen und den Kombinationsmöglichkeiten mit weiteren Zubehörteilen. In seiner Basisversion als Gürtelholster wird es mit zwei verschiedenen Halterungen (für Gürtel und Hosenbund) geliefert und lässt sich in der Neigung noch ein wenig an die Vorliebe des Schützen anpassen. Ich habe es bei meinem Besuch in den USA gekauft und dort ca. 46 Dollar bezahlt, hierzulande ist mit 50-60 Euro zu rechnen.

Die Waffe selbst passt hervorragend in das Holster und wird auch bei hohen Auszugskräften sicher darin gehalten. Meine 5“ 1911er von Les Baer verschwindet noch komplett mit der Laufmündung  darin. Vom Hersteller weiss ich, dass die Pistole nicht nach Mil-Spec. gefertigt wurde. Ich hatte deswegen zunächst auch Bedenken wegen der etwas größeren Sicherungshebel, diese befinden sich nach dem Holstern aber außerhalb und stören somit nicht.

Mit der kleinen Kreuzschraube auf der Außenseite , lässt sich zudem der Widerstand der Arretierung im Holster regulieren.

 

Bei der Montage des Holsters auf die Gürtelplattform kann der Anwender zudem zwischen fünf vorgefertigten Lochmustern wählen und so die Neigung seiner Waffe im Holster beeinflussen. Bei moderneren Varianten habe ich bereits Langlöcher entdeckt, die eine stufenlose Verstellung ermöglichen.

Die Plattform für den Hosenbund ist ähnlich. Sie wird wie gezeigt eingesteckt und verhindert durch einen kleinen Widerhaken am unteren Ende das Herausziehen der gesamten Plattform, wenn die Waffe gezogen wird.

 

Effektiver ist es allerdings, die beiden im Lieferumfang enthaltenen zusätzlichen Widerhaken zu installieren (Schraubendreher notwendig) und die Trageweise mit einem Gürtel zu ergänzen. Dann hat man den maximalen Schutz gegen unbeabsichtigtes Herausziehen der gesamten Plattform.

 

Um das Holster als sog. Tiefzieh- oder Oberschenkelholster zu verwenden, habe ich mir dazu dann die „CQC Tactical Platform“ gekauft. Sie ist leicht und robust mit vielen Verstellmöglichkeiten für Armlänge und Oberschenkelumfang. Gekauft habe ich sie für 85 Euro bei ASMC. Die Lochreihen links und rechts der Waffe können weiteres Zubehör, wie z.B. Magazintaschen aufnehmen. Durch die teilweise gummierte Oberfläche auf der Rückseite der Beinschnallen wird zusätzlicher Halt gewährleistet.

Die Befestigung am Gürtel erfolgt über zwei doppelte Klettschnallen, deren Funktionsweise die nächsten Bilder erläutern. Dadurch dürfte auch im Laufen oder Rennen alles gut Befestigt sein, ausprobiert habe ich es aber noch nicht.

Wer den Aufwand scheut, das Holster nach jedem Tragen wieder umständlich aus dem Gürtel zu fädeln oder die Klettverschlüsse schonen will, kann die vorhandenen Schnellverschlüsse der Plattform nutzen, um mit zwei Handgriffen alles auf einmal abzunehmen (offen Beinschnallen vorausgesetzt).

Das Blackhawk CQC-Holster (ohne Oberschenkelplattform) ist z.B. zugelassen für die BDMP-Disziplin PPC 1500. Entweder als Gürtel- oder als Oberschenkelholster ist es außerdem für die DSU-Disziplin K17 zugelassen. Sicherlich gibt es da noch einige Disziplinen mehr, insbesondere beim BDS. Forscht also mal selbst nach, die Liste der Disziplinen ist hier mit Sicherheit nicht vollständig.

Blackhawk CQC Tactical Platform 10
Spiegelbild

Magazinkompatibilität Ruger Precision Rifle

 

Ruger Precision Rifle

Quelle: https://www.ruger.com/dataProcess/rpr/challenge.php

Gestern habe ich das Ruger Precision Rifle kurz in den Händen gehabt. Es war funkelnagelneu und leider nicht meines – das Einschießen gebührt daher natürlich dem Besitzer. Man beachte den Kammerstengel: Trotz des Aussehens handelt es sich um ein Repetiergewehr, hier im Kaliber .308 Win. Laut Besitzer ist es schon für knapp 1300 Euro zu haben.

Da ich mich kürzlich mit verschiedenen Magazinen auseinander gesetzt habe, habe ich die Gunst der Stunde gleich mal für einige Tests genutzt.

Das Gewehr wird mit einem Magpul-Magazin ausgeliefert, es handelt sich dabei um das PMAG 10 Gen. 3. Selbstverständlich passt es in den Magazinschacht.

20160625_115006

 

Das Ruger-Magazin vom Gunsite Scout Rifle aus dem ersten Artikel passt leider nicht hinein (um genauer zu sein: Es arretiert nicht).

Nacharbeit Ruger Magazin 7

 

Das Magazin von Accurate Mag (links im Bild) passt wiederum.

Accurate Mag - Ruger .308 1

 

Hier noch ein kurzes Video zur Kompatibilität von PMAG 10 Gen.3 und Accurate Mag am Ruger Precision Rifle.

 

Es liegt schon auf der Hand, dass der Besitzer eines Ruger Precision Rifle dann doch eher die PMAGs anstatt die wesentlich teureren Blechmagazine von Accurate Mag kauft. Aber wer partout Blech bevorzugt, weiss ja jetzt, was er sich kaufen könnte…

 

Magazinkompatibilität Savage/Ruger/Accuracy Int.

Accurate Mag - Ruger .308 1In diesem Beitrag geht es um die Kompatibilität des 10-Schuss-Magazins von Accurate Mag im Kaliber .308 Win. und der Verwendung einer günstigeren Alternative. Wie bereits in meinem Beitrag „Battlefield USA“ zu lesen war, habe ich mir in den Staaten Magazine für meine Savage 10 BA gekauft, weil sie hier in Deutschland nur schwer erhältlich oder sehr teuer sind. Das Magazin links im Bild ist das besagte von Accurate Mag aus Stahlblech.

Es passt definitiv auch in Tim´s neuen Schaft von Accuracy International, den AI AX AICS für die Remington 700 (in seinem Beitrag sieht man sein Gewehr ausschließlich mit einem 5-Schuss-Magazin). Gleichermaßen passt es aber auch in das Ruger Gunsite Scout Rifle. Und jetzt wird die Sache spannend: Für das Gunsite Scout Rifle gibt es nämlich noch ein 10-schüssiges Polymermagazin, das im Vergleich zum Stahlmagazin von Accurate Mag (140-160 Euro) mit ca. 40-50 Euro nur knapp ein Drittel kostet. Obwohl ich mir nicht sicher war, ob dieses Polymermagazin auch ohne Weiteres in die Savage 10 BA passt, habe ich es aus den Staaten mitgebracht. Zu hause angekommen, hatte ich dann Gewissheit: Es passt nicht.

Zumindest nicht ohne Nacharbeit und diese möchte ich im Folgenden beschreiben. Dazu benötigt man einen Messschieber, eine Flach- und eine Halbrundfeile, ein Cuttermesser zum Entgraten, etwas 400er Schleifpapier und etwas Poliervlies.

Werkzeugsatz

 

Hier nochmal zum Vergleich beide Magazine im eingesteckten Zustand: Accurate Mag und das zunächst noch unbearbeitete Polymermagazin.

Wir fangen einfach an und zerlegen zuerst das Magazin. Ein Blick ins Innere zeigt, dass die Wandung ausreichend stark ist und man die beiden gekennzeichnet Wulste ohne Probleme wegschleifen kann.

Nacharbeit Ruger Magazin 1

Sobald diese weg sind, kann das Magazin leichter in den Schacht eingeführt werden und verkantet nicht mehr. Laut nachfolgenden Bildern feilt man dann die beiden Stege um 7,5mm herunter (die Magazinlippen werden davon nicht beeinträchtigt), sodass ein Absatz im Abstand von 51mm von der linken Körperkante entsteht. In einem Abstand von 65mm feilt man dann eine Fase zur rechten Körperkante hin, bis diese eine Länge von 86mm aufweist (ohne Magazinboden).

Nacharbeit Ruger Magazin 2

 

Als Letztes benutzt man eine Halbrundfeile, um wie beim Originalmagazin eine Hohlkehle in der Stirnseite zu erhalten. Der tiefste Punkt dieser Hohlkehle ist von der unteren Körperkante 82mm entfernt. Dieser Schritt ist notwendig, weil das Gewehr im Inneren des Magazinschachts auch eine entsprechende Geometrie aufweist.

Nacharbeit Ruger Magazin 3

 

 

Es ist zudem notwendig, mit der Halbrundfeile auch die beiden seitlichen Wandungen des Magazins auf der Innenseite etwas abzufeilen, sodass von oben betrachtet, der Radius in die beiden Wandungen ausläuft.

Nacharbeit Ruger Magazin 7

 

Und hier das Resultat der Nacharbeit im Vergleich zum Accurate Mag aus Stahlblech:

 

Nachtrag:

Oh je, das Magazin hat im gestrigen Einsatz leider versagt! Nachdem die Patronen geladen waren, ist das Magazin leider nicht mehr im Schacht eingerastet. Zudem gab es Zuführstörungen vom Magazin in die Patronenkammer: Der Patronenboden ist in Richtung Magazinboden etwas abgekippt, sodass der Zuführwinkel für die Geschossspitze zu steil wurde und sich der Verschluss nicht schließen liess. Weiter habe ich das Phänomen erstmal nicht untersucht, weil ich ja in erster Linie zum Schießen in den Verein gekommen bin. Ich habe keine Ahnung, ob das Magazin noch zu retten ist, aber mit 36 Dollar hielt sich das Lehrgeld auch in Grenzen, wenn es das jetzt gewesen sein sollte.

Battlefield USA

Battlefield Las Vegas 18

Mein zweiwöchiger Urlaub an der Westküste der USA ist nun leider zu Ende und über die Erlebnisse will ich in diesem Beitrag berichten. Doch keine Angst, ich beschränke mich dabei schön brav auf das Thema des Blogs: Waffen und Gerät. Und davon gibt es in den Vereinigten Staaten mehr als genug! Nebenbei bemerkt habe ich dort wirklich Urlaub gemacht, die Besuche in den Gun Stores waren relativ kurz, auch wenn sie zahlreich erscheinen mögen.

Schon vor den Besuchen von Gun Stores konnte ich mit der B-17 Flying Fortress schweres Gerät im Einsatz sehen. Sie überflog die Queen Mary, die in Long Beach vor Anker liegt und mit einigen Anbauten von Land her kurzerhand zu einem Hotelschiff umfunktioniert wurde.

B-17

Weiterhin wurde vor diversen Einkaufszentren von Veteranen oder von Leuten mit der (meiner Meinung nach) richtigen Einstellung für Kriegsversehrte oder deren Familien gesammelt. Ich wünschte mir, dass diese Solidarität auch in der deutschen Bevölkerung herrschen würde! Leider muss man an dieser Stelle aber auch sagen, dass sowohl die deutsche, als auch die amerikanische Regierung erheblich mehr für ihre Versehrten tun könnte. Mit oder ohne Geldspende, man erhielt eine stilisierte Mohnblume als Andenken, das Symbol für gefallene Soldaten.

In Memoriam

Zwei davon lagen fortan als Zeichen unserer Solidarität gut sichtbar auf dem Armaturenbrett unseres Mietwagens. Leider konnte ich den Beamten für Parkraumüberwachung in Venice Beach damit nicht erweichen, von der Erstellung eines Parktickets abzusehen: 93 Dollar – die spinnen wohl!!! Officer Angus hatte danach seinen Spitznamen bei mir weg, Ihr könnt ihn sicherlich erraten. Natürlich hab´ ich ihm das nicht ins Gesicht gesagt, auch das ist unschwer zu erraten…

 

Kommen wir zurück zum Wesentlichen: Knarren.

 

Turner´s Outdoorsman

https://www.turners.com/

Mein erster Besuch galt Turner´s Outdoorsman in Long Beach. Hier wollte ich mal schauen, ob es nicht die in Deutschland vergriffenen 10-Schuss-Magazine für meine Savage 10 BA gibt. Leider Fehlanzeige, aber nach einem freundlichen Gespräch und einigen Telefonaten des Verkäufers mit einer anderen Filiale, konnten gleich zwei davon in Signal Hill ausfindig gemacht werden. Nichts wie hin, das Zeug abholen – ein vielleicht für die 10 BA passendes und erheblich günstigeres Magazin, sowie ein Holster für meine 1911er nahm ich auch gleich mit. Die Geschäfte in Long Beach und Signal Hill waren übrigens gut sortiert und auch gut besucht. Turner´s bietet neben Waffen und Munition auch ein erhebliches Sortiment rund um das Fischen und Jagen. Gefühlt würde ich Turner´s mit Frankonia bei uns vergleichen, mit einigen wesentlichen Unterschieden: 1. Es ist ausreichend Personal da. 2. Man geht ans Telefon, wenn´s klingelt und 3. es gibt da nicht so viele komische grüne Klamotten.

Turner´s Outdoorsman

 

Battlefield Las Vegas

http://www.battlefieldvegas.com/

Die Einfahrt auf das Areal suggeriert schon, dass man den zivilen Sektor hinter sich lässt, weil man erst mal auf eine Sandsackbarriere zufährt, die einem Checkpoint ähnelt. Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich kapiert habe, dass das eigentlich überhaupt kein Gun Store, sondern eine ausgewachsene Shooting-Range ist. Das schwere Gerät im Außenbereich habe ich zunächst für eine teure ausgemusterte Show gehalten, bis ich die zerquetschten Autowracks auf dem Hof gesehen habe. Ich war so voller Ehrfurcht, dass ich überhaupt nicht mehr daran gedacht habe, auch vom Innenbereich Fotos zu machen. Wirklich viel zu sehen gab es dort eigentlich auch nicht, weil ich erst gar nicht bis auf die Shooting Range vorgedrungen bin: Am Verkaufstresen habe ich mal einen Blick auf diverse Preise geworfen und fast 400 Dollar für das Schießen mit einem MG war mir dann ehrlich gesagt doch zu viel. Im für alle Besucher zugänglichen Areal gab es neben einer Vielzahl von Patches auch einige Artikel, die eher im Bereich Merchandise und Fun angesiedelt sind. Bemerkenswert war hier der lebensgroße Gummi-Oberkörper eines typischen Islamisten, den man als Zielscheibe mit auf die Range nehmen konnte. Battlefield Las Vegas war übrigens die einzige mir bekannte Shooting Range, bei der man sich mit Panzern, der M-134 Minigun oder sogar mit Granatwerfern wie dem M-79 austoben konnte. Auf die Frage nach Zubehör für Waffen bin ich dann zur Zweigstelle „Lock n Load“ verwiesen worden, die nicht weit entfernt lag.

Hatte ich bisher noch nicht erwähnt: Autos in der Größe eines X5, Q7 oder noch ´n Ticken größer sind in Amerika wirklich keine Seltenheit, an das Bild musste sich mein Auge erst mal etwas gewöhnen. Aber einige Exemplare waren derart groß, dass man aus dem Staunen nicht mehr heraus gekommen ist. Siehe auch das nächste Fahrzeug, das uns auf dem Weg zu „Lock n Load“ überholt hat. An einer Ampel konnte ich noch einige Schnappschüsse machen, das Kennzeichen passt natürlich wie die Faust auf´s Auge:

http://discountfirearmsusa.com/

 

Lock n Load

Die Webseite ist aus Europa leider nicht erreichbar, hier die alternative Seite auf Facebook:

https://www.facebook.com/Lock-N-Load-Tactical-129416650402766/

Das Geschäft bot neben einer reichlichen Auswahl an Kurzwaffen natürlich auch einige Langwaffen und vor allem Zubehör für selbige. Das Angebot an Magpul-Artikeln war hier schlicht überwältigend. Auffallend war, dass alles, was irgendwie mit Glock oder Sig Sauer zu tun hatte, einen deftigen Preis aufwies. Das zeigt aber auch, dass die Amis auf diese Waffen abfahren, denn auch hiervon gab es reichlich Artikel. Rückblickend hätte ich hier noch den einen oder anderen Artikel mehr mit nach Deutschland nehmen sollen, die neue Railabdeckung für mein AR-15 kann mir aber keiner mehr nehmen:

Lock N Load

Am nächsten Tag wurden zwei weitere Geschäfte besucht, von denen das erste auch einen ansehnlichen Shop aufwies:

 

Gun Garage

http://www.gungarage.com/

Hier wurde die Kamera auch im Innenbereich gezückt, beim Fotografieren habe ich mich aber auf den hinteren Teil des Geschäfts konzentriert, denn da war die Shooting Range zu finden. Eine Atmosphäre zum Wohlfühlen mit vielen hübschen Mitarbeiterinnen und Heavy Metal-Musik. Eher wenig Zubehör für Waffen, dafür aber reichlich Rucksäcke, Taschen und Funktionskleidung.

 

The Range 702

http://www.therange702.com/

Auf dem Rückweg zum Hotel habe ich noch “The Range“ besucht, hier habe ich mich aber nur sehr kurz aufgehalten. Schießen wollte ich nicht und der Verkaufsbereich war so übersichtlich, dass ich mir schon nach kurzer Zeit wie ein Fremdkörper vorkam.

The Range 702 1

 

Die nächste Zeit war dann wieder etwas Sightseeing angesagt. Unser erster Versuch, den Nationalpark im Grand Canyon zu erreichen, ist aber leider an der Vollsperrung des Highway 64 gescheitert. Grund dafür war eine Schießerei mit der Polizei. Aufgrund des Ausmaßes des Staus war davon auszugehen, dass die Schießerei kein gutes Ende genommen hat…

 

N. P. Guns

http://www.npguns.com/

Die weitere Reise hat uns durch Bullhead geführt, wo ich N. P. Guns besucht habe. Das Geschäft war eher klein, jedoch habe ich hier eine sehr freundliche Unterhaltung mit einer Angestellten geführt. Zu kaufen fand ich für mich hier leider nichts, aber zwei außergewöhnliche Handguards für das AR-15 durfte ich fotografieren: Der erste Handguard trifft mit einem eher freundlichen und blumigen Muster nicht unbedingt meinen Geschmack, aber allein der Fertigungsaufwand erhält meinen höchsten Respekt! Nicht weniger aufwändig war der zweite, eher patriotische Handguard, der den Stars and Stripes nachempfunden wurde. Was auf dem Bild leider nicht so gut rüberkommt, ist der Schriftzug „We, the people…“, die ersten drei Wörter der amerikanischen „Bill of Rights“. Mit jeweils etwas über 300 Dollar für die Handguards sind beide aber absolut erschwingliche Eyecatcher – geil!

 

Bass Pro Outdoorworld

http://www.basspro.com/

Einige Outlet-Malls später (meine Frau durfte auch nicht zu kurz kommen) war ich dann mal wieder an der Reihe. Schon vom Highway aus konnte man „Outdoorworld“ erkennen. Auf dem Gelände angekommen, hat man dann sehr schnell kapiert, dass hier nicht gekleckert wird. Stand man noch staunend vor dem  – ja was ist es eigentlich? Das Wort „Geschäft“ wird dem eigentlich nicht mehr gerecht, also nennen wir es mal „Tempel“ – fiel der Blick sogleich auf das zugehörige stattliche Fisch-Restaurant. Die Absicht war für mich offensichtlich, die Strategie zielt ganz klar darauf ab, den Besucher eine sehr lange Zeit in den eigenen Räumlichkeiten zu binden. Ob er nun Geld für Waffen und Outdoor-Artikel oder für´s Essen ausgibt, spielt dabei keine Rolle. Aus dieser Sicht bin ich selbst schon ziemlich amerikanisch ( Her mit der Green-Card!) :-).

Sehr geil fand ich übrigens den Schnappschuss, der mir vor dem Betreten des Tempels gelungen ist: Er sagt so viel über (einen Teil des) American Way of Life aus!

Bass Pro Shop 3

Drinnen ist mir dann die Kinnlade runtergefallen. Ich erinnere mich gerade an meine Kindheitstage, als ich im Hertie durch die Spielwarenabteilung gelaufen bin – und die war noch übersichtlich! Lassen wir die Bilder für sich sprechen…

 

Crosshairs USA

http://crosshairsusa.net/

Die Artikel dieser Seite sind leider nur aus den USA heraus aufrufbar, mit einem mitgebrachten Tablet oder Smartphone ist das aber kein Problem. Die Hauptseite kann man aber noch anschauen.

Als ich am Vorabend die Internetseite durchforstet habe, bin ich auf einige sehr nette Artikel gestoßen, die Auswahl daran ist übrigens sehr groß! Obwohl ich gar keine Anhängerkupplung an meinem SUV habe, hätte ich mir dort gerne eine Abdeckung dafür in Form einer M-18 Claymore gekauft. Front toward enemy. Leider sind meine Erwartungen an das Geschäft am nächsten Tag enttäuscht worden, denn es war eher klein und die darin angebotenen Artikel auch nicht so zahlreich. Das Geschäft wird wohl eher im Online-Bereich gemacht, wobei die Shops auch als eine Art Abholstation fungieren können. Nichtsdestotrotz habe ich in diesem Laden eines der längsten und angenehmsten Gespräche führen können, wobei ich Antworten auf einige brennende Fragen erhalten habe:

Wie kann es sein, dass es Geschäfte wie in Las Vegas gibt, die Kriegswaffen besitzen dürfen? Dahinter steckt die sogenannte Klasse 3-Lizenz. Sofern man deren Anforderungen erfüllt und man sich diese nicht zuletzt auch finanziell leisten kann, ermöglicht sie dann den Kauf von z.b. Panzern, Mörsern, Haubitzen, vollautomatischen Schusswaffen, Flammenwerfern und natürlich Granaten. Nicht zu fassen! Ebenfalls nicht zu fassen war der kurze Zeitraum, in dem es Amerikanern möglich ist, eine Waffe zu kaufen: Oftmals nur ein Tag für die Überprüfung. Sofern eine Online-Überprüfung möglich ist, kann dies teilweise schon in nur 20 Minuten erledigt sein! Und wir Trottel von Sportschützen warten 12 Monate bis zur Bescheinigung des Vereins, nur um dann festzustellen, dass das BKA weitere drei Monate für eine „Überprüfung“ benötigt. Aber die Mitarbeiter bei Crosshairs waren zur Abwechslung auch mal neidisch auf uns: Deutsche Waffen des zweiten Weltkriegs stehen bei den Amerikanern hoch im Kurs. Während wir einen ungeschossenen Karabiner 98 aus Lizenzfertigung und Depotbeständen schon für knappe 500 Euro kaufen können, kostet ein solches Gewehr in Amerika rund das zehnfache. Grund dafür ist eine notwendige und teure Importlizenz, die sich der Inhaber natürlich wieder vergolden lässt. Die Replikas der MP40 und des Sturmgewehrs 44 im Kaliber .22 lfB. von German Sport Guns waren übrigens wohlbekannt.

 

Walmart

http://www.walmart.com/

Ja, richtig gelesen – Walmart! Sofern es sich nicht ausschließlich um einen Lebensmittelmarkt (grünes statt blaues Logo) handelt, kann man hier ebenfalls eine Auswahl an Outdoor-Artikeln finden. Waffen werden hier nicht verkauft, dafür allerdings Munition und das eine oder andere Zubehör für Waffen. Sehr interessant fand ich das (wahrscheinlich Lego-kompatible) Spielzeug von „Call of Duty“ und „Halo“. Überaus begeistert war ich vom Patriotismus, den Walmart anlässlich der bevorstehenden Memorial-Days gezeigt hat: Aus Getränken wurden kurzerhand die Stars and Stripes mit einer salutierenden Person oder aus Bierflaschen und Fässern ein Panzer aufgebaut. Man stelle sich diese Form des Patriotismus´ mal in einem deutschen Geschäft vor!!! Unglaublich, was für ein Shitstorm aus der grünen und roten Ecke über einen herein brechen würde!!! Ich bin in dieser Hinsicht ehrlich gesagt neidisch auf das amerikanische Volk. Dort gibt es sicherlich auch dringende Probleme, die angegangen werden müssen, aber die Liebe zum Vaterland ist ungebrochen. Ganz im Gegenteil zu uns, das deutsche Volk hat sich meiner Meinung nach zu einem duckmäuserischen Einheitsbrei entwickelt, das froh ist, wenn es im individuellen Lebensbereich mal gerade nicht von der teilweise dämlichen Politik tangiert wird. Und die öffentlichen Medien verbreiten weiterhin fröhlich das Bild von Friede, Freude und Eierkuchen. Wir sollten alle mal einen Blick nach Frankreich werfen, wo die Straßen in erster Linie dazu da sind, um zu demonstrieren. Und wenn es mal gerade nichts zu demonstrieren gibt, dürfen dort gnädigerweise Autos fahren. Den Mund aufzumachen gelingt uns ja leider fast nur noch am Stammtisch…