Eigenbau Hebel für Dillon XL650

Hebel Dillon XL 650

Hier ist eine kurze Anleitung für diejenigen, die sich einen winkligen Hebel für Ihre Dillon XL 650 Ladepresse selbst anfertigen wollen. Neben vielen Zubehörteilen rund um das Thema Wiederladen die teilweise echt übertrieben sind, ist das ein Teil, das mal wirklich mehr Komfort bringt, wenn man größere Mengen Munition auf einmal herstellen will. Wer mit dem Standardhebel und der dämlichen Holzkugel oben drauf schonmal 300-400 Patronen am Stück hergestellt hat, weiss wovon ich rede …

Da das Zubehörteil im Handel ca. 55 € kostet, wird es sich wohl kaum lohnen, es in einem Betrieb zur Fertigung in Auftrag zu geben. Die Anleitung richtet sich also eher an diejenigen, die ohnehin eine Drehbank und Standbohrmaschine zur Verfügung haben. Benötigt werden neben einer 500mm langen Stange (Durchmesser 16mm) aus Edelstahl noch ein drehbarer Griff mit Gewinde (in diesem Fall M10), z.B. den Artikel 06321-10250810 der Firma Norelem und eine selbstsichernde Mutter ISO 7040 M14-A2. Die Zeichnung weist ordentlich Bearbeitungszugabe in der Stangenlänge auf, damit man noch etwas Material hat, um später die Biegevorrichtung anzusetzen. Neben den bereits erwähnten Maschinen und Vorrichtungen werden noch folgende Werkzeuge benötigt: Gewindeschneider M10, Bohrer D=6,2mm, Gewindeschneideisen M14 und ein Zapfensenker oder ein Fräser D=15mm – letzteren sollte man in das Bohrfutter spannen können. Für die Montage benötigt man einen Inbusschlüssel SW 5, Schraubensicherung für das Gewinde des Griffs, einen Maulschlüssel SW 22 und einen Schraubendreher zum Gegenhalten.

Fast hätte ich´s vergessen: Nach der Anfertigung sollte die Bearbeitungszugabe knapp oberhalb des Gewindes M10 mit einer Flex abgeschnitten werden.

Hier ist die Zeichnung dazu:

Hebel ungebogen

Der Begriff „Biegelinie“ ist dabei möglicherweise irreführend: Das Werkstück ist an der markierten Stelle um den gezeigten Winkel zu biegen. In dieser Ansicht biegt Ihr natürlich um eine Achse, die in die Zeichenebene hinein verläuft. Zeichnet entlang der „Biegelinie“ (Strich-Punkt-Linie in der Zeichnung) einfach einen Strich von oben auf das Werkstück, der dann die richtige Stelle in der Biegevorrichtung markiert. Und achtet darauf, auf welcher Seite die Flachsenkung liegt, sonst war der ganze Spass umsonst !

Mehr zum Thema Wiederladen gibt es hier und in diesem Artikel.

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